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Tornado WM: Zajac & Czajka erobern WM-Silber

Regatta | 05.09.2009 - 03:08:55

Unglaublich aber wahr: 170 Tage nach seinem schweren Unfall feiert Thomas Zajac mit Vorschoter Thomas Czajka bei der Tornado Weltmeisterschaft am Gardasee den größten Erfolg ihrer Karriere und schreiben mit dem Tornado Vize-Weltmeistertitel ein besonders emotionales Kapitel Sportgeschichte.

 
170 Tage nach seinem schweren Kletterunfall feiert Thomas Zajac ein geniales Comeback. Der 23-Jährige, der sich bei einem Absturz aus 12 Metern Höhe zwei Lendenwirbel gebrochen hatte und nur mit Glück einer Querschnittslähmung entging, beendete die Tornado-Weltmeisterschaft mit Vorschoter Thomas Czajka (24) auf Rang zwei. Am letzten Tag kamen keine Wettfahrten mehr zu Stande. „Vor einer Woche haben mir die Ärzte die Starterlaubnis gegeben, der WM-Antritt war eine Spontanentscheidung. Ich wollte einfach nur zurück auf das Wasser, das Ergebnis war mir völlig egal“, so der Wiener, der den glanzvollen Gardasee-Auftritt mit einer Extraportion Motivation und der gewissen Unbekümmertheit begründet. „Ich hatte seit meinem Unfall nichts anderes als Segeln im Kopf, es gab einige die uns die Rückkehr nicht zugetraut haben, das hat uns doppelt motiviert. Das Gefühl am Steuer war sofort wieder da, wir haben uns Null Stress gemacht und jede Minute genossen.“
 
 
Trotz der fantastischen Vorstellung werden die Junioren-Weltmeister von 2006, die vom Segel-Verband als Nachfolger von Roman Hagara und Hans Peter Steinacher behutsam aufgebaut wurden, den beiden Kufen untreu. „Unser Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen, nachdem die Klasse für London 2012 aus dem Programm genommen wurde, satteln wir auf den 49er.“ Für OESV Sportdirektor Georg Fundak ist die Entscheidung absolut nachvollziehbar. „Wir haben erfolgreich in die beiden investiert und verlieren ein sehr starkes Tornado-Team. Auf der anderen Seite gewinnen wir neben Delle Karth und Resch eine hoffnungsvolle Aktie im Skiffsegeln dazu.“ Ehe der Umstieg erfolgt, steht noch ein Training mit dem heimischen RC 44 Team vor Portoroz (SLO) auf dem Programm.
 
 
Der Weltmeistertitel ging an die Olympia-Zweiten Darren Bundock und Glenn Ashby (AUS), Bronze sicherten sich die Griechen Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis.           
 
Tornado Weltmeisterschaft, Endstand nach 6 Wettfahrten, 1 Streicher
 
1. Darren Bundock/Glenn Ashby AUS 5
2. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 12
3. Iordanis Paschalidis/Konstantinos Trigonis GRE 18
 
Text und Bilder Dominic Marsano

 


 

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