ts-animations

Meeresbiologie zum Angreifen

People | 09.09.2009 - 05:28:01

Greenpeace unterstützt Europas größtes sozialpädagogisches Segelprojekt, die Friedensflotte Mirno More, in diesem Jahr erneut mit einem eigenen Schiff und Meereskunde-Workshops für die teilnehmenden Kinder. Vom 19. bis 25. September stechen vor der kroatischen Küste hunderte sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche mit Betreuungspersonen an Bord von 107 Schiffen in See.

 
Die Mirno More Friedensflotte steht seit nunmehr fünfzehn Jahren für Toleranz, Integration und ein friedliches Miteinander. Das Projekt wurde 1994 ins Leben gerufen, um Kindern aus den damals vom Krieg erschütterten Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens die Möglichkeit zu geben, ihren tristen Alltag zu vergessen. Mittlerweile beteiligen sich zahlreiche Institutionen wie Caritas, SOS Kinderdörfer, heilpädagogische Einrichtungen, Sozialwohngemeinschaften und Behindertenorganisationen, aber auch Schulen an diesem weltweit einzigartigen Projekt. Die Umweltorganisation Greenpeace ist heuer zum zweiten Mal mit einem eigenen Schiff vertreten.
 
"Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit den Flottenkindern wieder die Geheimnisse des Meeres entdecken zu können“, sagt Antje Helms, Meeresbiologin bei Greenpeace und Workshop-Leiterin. „Die Kinder bringen neben ihren eigenen Meeresfundstücken eine große Neugier für die Unterwasserwelt mit. Auch der Schutz der Meere ist den meisten von ihnen ein wirklich großes Anliegen. Wenn sie verstehen, wie Plastikflaschen und Fischstäbchen mit dem Meeresschutz zusammenhängen, hilft das mit, das Mittelmeer und seine einmalige Artenvielfalt für nachfolgende Generationen zu erhalten", weiß Helms.
 
Mit ihren Workshops will Antje Helms spielerisch das Interesse der Kinder für die Geheimnisse der Ozeane wecken: Fische, die blitzschnell ihre Farbe wechseln, Algen mit eingebauten Luftballons oder Kraken, die durch ein Schlüsselloch passen – überall finden sich zahlreiche Tiere und Pflanzen, die sich als trickreiche Überlebenskünstler perfekt an das Leben im Meer angepasst haben. Die Ausrüstung, mit der die jungen Meeresforscher unter der An­­leitung der Greenpeace-Meeresbiologin auf Schatzsuche gehen können, reicht vom einfachen Eimer und Kescher über Becherlupe und Aquarium bis hin zum professionellen Plankton-Netz und Mikroskop. In der Schatzkiste der Meeresbiologin finden sich aber auch noch weitere kindgerechte Fundstücke wie Walbarten oder Haifischzähne. Entlang der kroatischen Küste ziehen sich Seegraswiesen, die als Kinderstube für etliche Fisch­arten eine große Bedeutung haben. Auch seltene Delfine finden hier einen wichtigen Lebensraum. Doch das beliebte Urlaubsparadies Mittelmeer ist viel­fältigen Bedrohungen ausgesetzt: Klimawandel, illegale Fischerei und Verschmutzung machen dem Mittelmeer schwer zu schaffen. Deshalb setzt sich Greenpeace auch dafür ein, dass vierzig Prozent des Mittelmeeres durch Schutzgebiete gegen industrielle Ausbeutung geschützt werden.
 
 
 
Quelle Antje Helms, Bilder Greenpeace/Fankhauser
 
 
 
www.mirnomore.at

 


 

Seiten (1): 1

Name Text
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben!

 
Kommentar schreiben
Name: *
eMail:
Homepage:
Titel:
Text:
eMail
Visuelle Bestätigung: =>
ts-animations
RSS Feed Follow ocean7magazin on TwitterFollow ocean7 on Facebook