
Weymouth zeigt neuerlich seine Krallen, zu viel Wind verhinderte im Olympiarevier von 2012 die Fortsetzung des England-Weltcups, diesmal blieben die Segler aber im sicheren Hafen. Die erste Zwischenbilanz der OESV-Segler bei der Skandia go for Gold Regatta fällt bisher positiv aus.
Es war zu viel des Guten – der dritte Segeltag im Olympiarevier von 2012, wo noch bis kommenden Samstag um die letzten Weltcuppunkte der heurigen Saison gesegelt wird, verstrich ohne weitere Entscheidungen. Bis zu sieben Beaufort wurden in regelmäßigen Abständen gemessen, zu heftig für das Material, das bereits in der gestrigen Schlacht ordentlich gelitten hatte.

In den Klassen Laser und 470er/Herren, wo aufgrund der großen Starterfelder in Flotten gesegelt wird, ist das Kapitel Qualifikation somit nach vier Wettfahrten beendet. Unter Berücksichtigung der Streichmöglichkeit verlieren sowohl Andreas Geritzer, als auch Matthias Schmid und Florian Reichstädter ein wenig an Boden, was aber mit kollektivem Achselzucken eher gelassen zu Kenntnis genommen wird. Wichtiger sind die bisherigen Erkenntnisse und die sind durch die Bank positiv. Andreas Geritzer war bisher immer unter den Top 6 und agiert ähnlich sicher wie bei der Weltmeisterschaft, seine Mannschaftskollegen in der 470er Klasse haben den Grund für den mäßigen Vortag gefunden. „Normalerweise zählen wir bei Wind zu den allerschnellsten, zuletzt sind wir aber einfach nicht ins Fahren gekommen - kein Wunder wenn sich die Schwertlippen auf der Bootsunterseite auflösen. Da hätten wir gleich ankern können, so gesehen gehen die Plätze völlig in Ordnung“, war der Ärger groß, zumal das Material erst vor kurzem gründlich durchgecheckt wurde. „Jetzt wo wir schlauer sind, können wir wieder locker drauf los segeln. Für ganze vorne wird es zwar schwierig, aber wir werden nichts unversucht lassen“, zeigen sich die WM-Sechsten angriffslustig.

„Wir sind hier um das Olympiarevier unter Wettkampfbedingungen kennen zu lernen, somit ist es ein verlorener Tag. Auf der anderen Seite hätte es heute keinen Sinn gehabt“, so Sylvia Vogl, die sich mit Neo-Vorschoterin Veronika Haid bisher beachtlich schlägt und als 16. fünf Plätze vor den australischen Olympiasiegerinnen rangiert.
Zwischenergebnis nach dem 3.Tag:
Laser (103 Teilnehmer, 4 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Tom Slingsby AUS 3
8. Andreas Geritzer AUT 13 (5/3(5)5)
66. Matthais Sailer AUT 87 (30/22/31/(34)
470er Herren (55 Teams, 4 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Mathew Belcher/Malcom Page AUS 3
19. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 25 (2/(19)/13/10)
43. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 55 (21)/17/17/21)
470er Damen (32 Teams, 4 Wettfahrten)
1. Jo Aleh/Olivia Powrie NZL 6
16. Sylvia Vogl/Veronika Haid AUT 70 (22/15/23/10)
Finn (36 Teilnehmer, 4 Wettfahrten)
1. Giles Scott GBR 18
22. Florian Raudaschl AUT 86 (22/23/24/17)
Text und Bilder Dominic Marsano
