
Liebe OCEAN7 Online-Besucher. Die aktuelle Ausgabe unseres Magazins ist da. Wie gewohnt bietet OCEAN7 wieder jede Menge aktuelle Informationen, spannende Reportagen und Tipps aus verschiedenen Revieren und Berichte über neue Segel- und Motoryachten, wichtiges Zubehör sowie interessante Menschen aus der Szene.
Die Yacht heißt TOTALLYMONEY – und ist mit diesem Namen sozusagen Programm einer neuen Generation besessen ehrgeiziger Eltern, die ihre Kinder zu seglerischen Wahnsinnstaten treiben. TOTALLYMONEY heißt die 50 Fuß-Yacht des Briten Mike Perham, der 17 Jahre und 164 Tage alt war, als er am 29. August 2009 seine Einhand-Weltumsegelung beendete.

Kurz zuvor war der US-Amerikaner Zac Sutherland von seiner Solofahrt zurück gekommen. Sein Rekord hielt nur kurz: Bei der Ankunft war er 66 Tage älter als sein britischer Konkurrent.
In der Zwischenzeit macht sich die zierliche Jessica Watson in Australien für ihre Solo-Weltumsegelung bereit. Wenn sie es schafft, wird sie 16 Jahre alt sein, wenn sie wieder ankommt.
Zeitgleich mit dem Zieleinlauf von Mike Perham stoppte Ende August ein niederländisches Gericht vorerst die Pläne völlig durchgeknallter Eltern: Sie entzogen ihnen das Sorgerecht für die erst 13jährige Laura Dekker, die sie ebenfalls auf eine Solo-Weltumsegelung schicken wollten.
Einer, der nicht mehr im Teenageralter ist, hat es da schwer. Welche Rekordaktion soll der starten? Ein gewisser Bernd Lüchtenborg hat die Marketing gerechte Lösung: „Ich segle gleich doppelt, nonstop um die Welt – zweimal durch das Südpolarmeer“, verkündete er publicityträchtig. Und damit er auch wirklich alle Klischees bedient, ergänzte er, für die Deutsche Forschungsgemeinschaft regelmäßig Wasserproben zu entnehmen und im Übrigen das ganze obendrein zum Schutze der Wale und Delfine zu tun. Lüchtenborg ist inzwischen auf der Südhalbkugel unterwegs, hat auf dem Weg dorthin allerdings zwei Mal in unmittelbarer Küstennähe tagelang keine Strecke gemacht, wie seinem GPS-Tracking zu entnehmen ist.
Nicht nur die Rekordfahrten boomen. Auch die Länge der Yachten. Waren die Pioniere unter den Weltumseglern, getrieben von Abenteuerlust und Neugier auf fremde Menschen und Kulturen, noch mit 10-Meter-Schiffen unterwegs, wird man heute mit allem, was so unter 40 oder 50 Fuß ist, selbst in der Adria nur noch milde belächelt.
Die Wirtschaftskrise hat den Trend indes noch verstärkt: Die ihre kürzlich erworbenen Reichtümer dabei nicht verloren haben, bringen ihr Spielgeld in Umlauf, statt es dubiosen Fonds und Banken anzuvertrauen. Sie kaufen Yachten. Möglichst groß, möglichst luxuriös. Der Wettlauf um die größte Serienyacht ist voll im Ganz, schon ist man deutlich über die 57, 58, ja die 60 Fuß hinaus.

Wie wohltuend ist es da, wenn am Vorabend einer der ersten Bootsmessen des Jahres, der Amsterdam in-water Boat Show 2009, die Giebelstädter Bavaria Yachtbau zurück auf den Boden kommt und ihre neueste Entwicklung vorstellt. Die Bavaria Cruiser 32, konzipiert in Zusammenarbeit mit Farr Yacht Design und BMW Group DesignworksUSA, und präsentiert unter dem Motto: „Die Cruiser 32 – ein Segler, der den Großen den Wind aus den Segeln nehmen wird“.
Darüber und über verschiedene Reviere, Yachten und Motorboote lesen Sie ausführlich in der aktuellen Ausgabe von OCEAN7.