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Rekordwahn! Jessica kollidiert mit Frachter

People | 26.09.2009 - 10:44:29

 

War das ein Publicityzirkus der vor Ehrgeiz brennenden Eltern der noch nicht einmal 16jährigen Jessica Watson aus Australien. Angekündigt als Jüngste, die jemals einhand und nonstopp die Welt umsegeln sollte, wurden Pressekonferenzen gegeben und Sponsoren zur Kasse gebeten. Aber nicht einmal 24 Stunden nach dem Start kollidierte die Schülerin mit einem Frachter.

 

 

 
Sie sieht süß aus, zierlich und immer freundlich lächelnd. Ein Gesicht voller Sommersprossen. Ein sympathisches Schulmädchen, das demnächst seinen 16. Geburtstag feiert. Aber ganz offenbar getrieben vom unbändigen und wohl vielleicht auch krankhaften Ehrgeiz der Eltern.
Jessica Watson von der australischen Goldküste war seit Monaten als die Allerjüngste angekündigt, die ohne Hilfe von außen mit ihrer 34 Fuß Sparkman und Stephens Yacht um die Welt segeln sollte. Nach dem bereits 17jährigen Kalifornier Zac Sunderland, der diese Reise bereits hinter sich hat.
Auf ihrer Homepage wird sie mit Joshua Slocum, dem Pionier aller Weltumsegler verglichen, der in den 1890er Jahren als erster überhaupt in einer Yacht eine derartige Reise vollendete.
Jessica war mit ihrer Yacht PINK LADY noch Mittelpunkt des Interesses auf der Sydney Boat Show. Dann sollte es jetzt, im September 2009, auf die Rekordfahrt gehen.
Am Tag zuvor wurde das Schiff noch umgetauft in ELLA’S PINK LADY, weil ein weiterer Sponsor angeworben werden konnte. Geld hat das wohl gebracht. Glück eher nicht.
Denn keine 20 Stunden nach dem Start, bereits in der ersten Nacht auf See, unmittelbar vor Brisbane, stieß die PINK LADY mit einem 63.000 Tonnen-Frachter aus Hongkong zusammen. Jessica rief über Telefon ihre Eltern um Hilfe. Seenotretter holten Jessica und ihr schwer havariertes Schiff zurück in den sicheren Hafen. Rumpf schwer beschädigt, Mast gebrochen. Retter Michael Squires stellte fest: „Das Mädchen kann froh sein, dass es noch am Leben ist“.
Doch die Beinah-Katastrophe konnte die Eltern nicht zur Vernunft bringen. Jessicas Mutter sagte unmittelbar nach dem Unglück: „Es stimmt uns zuversichtlich, dass sie mit ziemlich brenzligen Situationen umgehen kann. Sie hat viel Energie und betrachtet den ganzen Zwischenfall positiv“.
Und Jessica selbst: „Das hätte jedem passieren können. Ich denke, das war einfach Pech. Man lernt dadurch ja nur. Wichtig ist, dass ich das Ganze selbstbewusst gemeistert habe“.
 
 
Jetzt wird die PINK LADY fieberhaft repariert, denn bereits in den kommenden Tagen will Jessica erneut starten.
 
 
In den Niederlanden hingegen hat ein Familiengericht die von den Eltern angekündigte Einhand- und Non-Stopp-Fahrt der erst 13jährigen Laura Decker vorerst gestoppt. Sie entzog den vor Ehrgeiz brennenden Eltern vorübergehend das Sorgerecht für ihre Tochter.
 
 

 


 

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diktator

meine meinung

Das die "Göre" es nicht schaffen wird hatte ich mir bereits gedacht. Dass aber nach nur so kurzer Fahrt Schluss war hat mich gewundert.
_________________
Ich hätte viele Dinge begriffen, hätte man sie mir nicht erklärt! (Stanislow Jerzy Lec)

Kommentar melden | 28.09.2009 - 17:08:04

silversurfer

naja, vorbei ist die reise ja noch nicht. derzeit wird das havarierte schiff wohl repariert und dann will jessica am ende dieser woche erneut starten. die sponsoren erwarten schließlich was für ihr geld.

Kommentar melden | 28.09.2009 - 17:19:13

diktator

brot & spiele..

pervers das ganze
_________________
Ich hätte viele Dinge begriffen, hätte man sie mir nicht erklärt! (Stanislow Jerzy Lec)

Kommentar melden | 28.09.2009 - 17:30:23


 
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