
Finn-Crack Florian Raudaschl holt sich im Rahmen der bestens besetzten Internationalen Deutschen Meisterschaft auf dem Dümmersee Frostbeulen und Rang zwei. Der Wolfgangseer wurde seinem Podestanspruch souverän gerecht und klärt noch offene Materialfragen für den Gardasee.

Zur buchstäblich kühlen Angelegenheit entwickelte sich die international bestens besetzte Deutsche Finn-Meisterschaft auf dem Dümmersee. In zwei der insgesamt sieben Wettfahrten segelte der Wolfgangseer dem Rest der 74 Teilnehmer aus den Niederlanden, der Schweiz, Irland und Deutschland auf und davon - gewertet wurde allerdings nur ein Tagessieg. Die Frühstart-Disqualifikation in Runde drei entpuppte sich rückblickend als Knackpunkt der Serie, von diesem Zeitpunkt an fuhr Jan Kurfeld auf den Österreicher und den Sieg souverän nach Hause. Der Junioren Welt- und Europameister darf sich somit neuerlich deutscher Meister nennen, Rang zwei geht aus Sicht des heimischen Finn-Beitrages „aber absolut in Ordnung. Die stark drehenden Winden haben taktisch gesehen für einen anspruchsvollen Schlagabtausch gesorgt, das größte Problem war allerdings die beißende Kälte.“ Das Maß aller Dinge waren maximal fünf Grad Außentemperatur, kombiniert mit der Feuchtigkeit nicht wirklich das ultimative Segelvergnügen. Weit mehr als die winterlichen Begleiterscheinungen haben Raudaschl allerdings die großen Druckunterschiede gewurmt. „Ich hatte ein neues Segel aufgezogen, relevante Aufschlüsse waren aber aufgrund der Verhältnisse leider nicht möglich.“ Ob seine jüngste Materialentwicklung in die richtige Richtung geht, soll diese Woche auf dem Gardasee beantworten werden. Raudaschl vergleicht sich mit Sparringpartnern aus Schweden und Italien.

Ergebnis Int. Deutsche Meisterschaft
(74 Teilnehmer, 7 Wettfahrten, ein Streicher)
1 Jan Kurfeld GER 9
2 Florian Raudaschl AUT 21 (4/1/(BDF)/2/10/2/2)
3 Christoph Froh GER 27
Text und Bilder Dominic Marsano
