Schätze auf dem Meeresgrund

Ocean | 29.10.2009 - 06:34:25

In der Tiefe der Ozeane lagern unbeschreibliche Schätze in Form von Gold, Diamanten und anderen wertvollen Rohstoffen. Die Ressourcen an Land nehmen wegen der ständig wachsenden Nachfrage kontinuierlich ab, so dass der Abbau der Tiefseebodenschätze immer rentabler wird.

 
Hauptziel der Tiefseeschatzsucher sind die sogenannten „black smoker“, heiße Quellen auf dem Meeresgrund die der Wissenschaft bereits durch ihren hohen Mineraliengehalt aufgefallen sind. Diese Tiefseeschlote, die in Tiefen von bis zu 4000 Metern Wassertiefe existieren arbeiten als permanente natürliche Bergwerke. In ihnen erhitzt sich einsickerndes Meerwasser in einer Tiefe von mehreren Kilometern unter der Erdkruste und löst Metalle und andere Elemente aus dem umgebenden Gestein, durch das aufsteigende heiße Wasser, das mit bis zu 400 Grad Celsius wieder an der Oberfläche austritt gelangen große Mengen von Rohstoffen auf den Meeresgrund, die sich am Rand der black smoker ablagern und den hohen Gehalt an wertvollen Stoffen in ihrer Umgebung möglich machen. In der Bismarcksee in der Nähe von Papua-Neuguinea werden besonders hohe Konzentrationen von Gold und Kupfer in den dort vorkommenden Metall-Schwefel-Verbindungen in einer Tiefe von etwa 1700 Metern vermutet, die demnächst gefördert werden sollen. Die Analyse von Gesteinsproben zeigte, dass es in dem Material vom Meeresgrund ein bis zu sieben Mal höherer Goldgehalt existiert als in den meisten Lagerstätten am Festland. Die Förderung ist allerdings nicht nur teuer sondern auch technisch sehr anspruchsvoll, da die Geräte einem extremen Wasserdruck, hohen Wassertemperaturen und einem äußerst aggressiven Wasser widerstehen müssen. Weiter interessante Abbauaussichten hegen die Geologen in Hinsicht auf Manganknollen, die auf dem Meeresgrund herumliegen. Diese Knollen beinhalten hohe Anteile an Mangan, Kupfer, Nickel und dem technisch hoch interessanten Kobalt. Manganknollen kommen in Tiefen zwischen 4000 und 6000 Metern Wassertiefe vor und stellen neben dem Hauptabbaugebiet in Zentralafrika die einzige Quelle für das Hightechmetall Kobalt dar.
 
 
Bevor die Ressourcen des Ozeanbodens aber in einer „Goldgräberstimmung“ geplündert werden sollten eventuelle ökologische und geologische Folgen sorgfältig untersucht werden.

 


 

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