Jessica meldet sich aus ruppiger See

People | 31.10.2009 - 09:56:19

Knappe zwei Wochen ist die 16jährige Jessica auf See auf ihrer Solo-Nonstopp-Weltumsegelung und ist in richtig unangenehmem Wetter. Sie meldet von Bord: "Stark bewölkt und ruppige See. Aber es geht toll voran in Richtung Fiji und Samoa".

 

Jessica Watson hat heute, Samstag, 31. Oktober 2009, die 1.500 Meilen-Marke geknackt. Noch liegen allerdings rund 22.000 Seemeilen durch härteste Gebiete vor ihr. Ihre Landcrew meldet, dass sie inmitten von vier Meter hohen Wellen bei Wind von über 28 Knoten unterwegs ist. Sie surft die Wellenberge hinunter und ist höchst zufrieden, wie hervorragend ihr kleines Schiff die Bedingungen meistert. Jesse schreibt per Mail von Bord ihrer PINK LADY, der 34 Fuß Sparkman&Stephens Segelyacht:

"Ich vermisse etwas den Sonnenschein. Aber die vielen verschiedenen Grautöne hier haben auch ihren besonderen Reiz. So wie es aussihet, werden wir unter diesen Bedingungen wohl ein paar Tage auf diesem Kurs unterwegs sein, mit dem Wind beständig achterlich und langsam auf SE drehend. Es liegt jetzt viel freier Ozean vor uns, bevor wir zwischen ein paar Inseln und Riffe von Jiji und Samoa kommen."

 

"Das Bordleben ist ziemlich einfach mit all den Kleinigkeiten, die den Tag ausfüllen. Aber wenn die See etwas höher wird, dann werden selbst die einfachsten Angelegenheiten zum Abenteuer. Aber genau diese Kleinigkeiten machen mich mehr als glücklich. Essen, Telefonieren mit Zuhause, unsere Position in die Karte eintragen um unseren täglichen Fortschritt zu sehen, Musik hören und hinter der Sprayhood den Sonnenuntergang zu beobachten sind meine Highlights geworden. Ja, manchmal vermisse ich meine Lieben zuhause, aber ich habe hier die allerbeste Zeit meines Lebens. Ich warte ffreudig gespannt auf die nächste Herausforderung!".

"Meine Schlafgewohnheiten werden irgendwie seltsam, während wir hier richtung Osten in immer neue Zeitzonen segeln. Ich habe vier verschiedene Uhren an Bord, eingestellt auf vier verschiedene Zeitzonen - eigentlich nur, um mich restlos zu verwirren. Ich schlafe nachts immer weniger, dafür mehr am Morgen. Ich esse, wenn ich daran denke oder wenn ich Hunger habe.Vielleicht sollte ich das hier die PINK LADY-Zeit nennen, weil es echt so ist, als wären wir in unserer ganz eigenen Welt unterwegs. So, jetzt ist es Zeit, das Großsegel etwas auszureffen, da der Wind dabei ist, eine kleine Spur schwächer zu werden. Eure Jesse".

www.jessicawatson.com.au

www.youngestround.blogspot.com

 

 


 

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