
Blutiger Kampf um Piratenopfer
Service | 03.11.2009 - 10:37:25

Die Bedingungen der Geiselhaft der beiden britischen Piratenopfer Rachel (55) und Paul Chandler (59) eskalieren. Die Verbrecher gerieten in Streit, was mit den verschleppten Weltumseglern geschehen solle und sie lieferten sich einen erbitterten Schusswechsel. Ob die Geiseln verletzt wurden ist derzeit nicht bekannt.

Die hochdramatische Zuspitzung im Fall der nach Somalia entführten Briten wurde jetzt von Hussein Mohamed Kahiye, einem Clan-Führer im zentralsomalischen Dorf Bahdo, bekannt gegeben.
Hintergrund ist ein interner Streit, der zwischen den Verbrechern entstanden ist. Ein Teil der Piraten will die Geiseln islamistischen Extremisten übergeben, die der Al Quaida angehören. Der andere Teil möchte die Piratenopfer in eigener Gewalt halten, um weiter Lösegeld zu erpressen. Wobei die anfangs geforderten sieben Millionen Dollar inzwischen angeblich auf etwas mehr als 100.000 Dollar reduziert worden sein sollen.
Hussein Mohammed Kahiye erklärte: "Wir haben mit Waffengewalt gegen diejenigen gekämpft, die die Chandlers den Islamisten übergeben wollten. Das lassen wir auf unserem Territorium nicht zu. Die beiden Geiseln befinden sich jetzt im Landesinneren".
Ob Rachel und Paul Chandler die Schießerei unverletzt überstanden haben, gab Kahiye nicht bekannt.
Inzwischen betonen britische Regierungssprecher wiederholt, dass die Zahlung enes Lösegeldes für die verschleppten Landsleute keinesfalls in Frage komme. Auch eine Zahlung von privater Seite sei strikt untersagt: "Es gibt keine Zugeständnisse irgendwelcher Art an Entführer".
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