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Piratenopfer "sehr krank" und im Hungerstreik

Service | 19.11.2009 - 17:47:14

Paul (59) nund Rachel (55) Chandler, die britischen Weltumsegler, die vor rund vier Wochen von Somalischen Piraten gekidnapped wurden, sind laut Angaben aus Somalia heftig erkrankt und verweigern die Nahrungs- und Flüpssigkeitsaufnahme.

 

 

"Die Frau muss andauernd erbrechen. Der Mann ist sehr schwach. Wahrscheinlich rührt der schlechte Gesundheitszustand von verseuchtem Wasser und verdorbenen Lebensmitteln her. Außerdem befinden sich die beiden im Hungerstreik", sagte einer der Entführer der britischen Zeitung "The Times". Inzwischen beläuft sich die Lösegeldforderung für das Ehepaar auf sieben Millionen Dollar. Die britische Regierung ist kategorisch dagegen, auch nur einen einzigen Penny für die Freilassung der Weltumsegler zu zahlen.

 

Wie jetzt bekannt wurde, war ein britisches Kriegsschiff nur wenige Meter entfernt, als der Überfall auf die Segelyacht der Chandlers in der Nähe der Seychellen auf Hoher See stattfand. Sie griffen aber nicht ein, angeblich "um das Leben der Opfer nicht zu gefährden". Ein unglaublicher Zynismus der Militärs.

Sehr wohl hat wiederholt heftige Gegenwehr Geiselnahmen durch somalische Piraten verhindern können. So zum Beispiel, als im vergangenen April somalische Verbrecher den Kapitän des US-Handelsschiffes MAERSK ALABAMA kidnappten. Damals erschossen Scharfschützen eines US Kriegsschiffes in einer spektakulären Aktion drei Geiselnehmer und nahmen einen vierten fest. Jetzt wurde die MAERSK ALABAMA zum zweiten Mal überfallen. Als Sicherheitskräfte von Bord die Piraten unter Beschuss nahmen, drehten diese sofort ab und flüchteten.

 

 

 


 

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