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Ende des Mittelmeer-Thunfischs

Ocean | 22.11.2009 - 06:23:33

Um den stark bedrohten Blauflossen Thunfisch im östlichen Mittelmeer zu schützen, wurde einer Empfehlung der Europäischen Union folgend die Fangquote für den immer seltener werdenden Raubfisch gekürzt. Ob das zum Erhalt der mediterranen Population ausreicht wird von Umweltschutzorganisationen jedoch bezweifelt.

Das von zahlreichen Umweltschutzorganisationen angestrebte Fangverbot für den, vom Aussterben bedrohten Blauflossen Thunfisch ist trotz aller Bemühungen nicht umgesetzt worden. Die Reduzierung der Fangquote für den Atlantik von etwa 22.000 Tonnen in diesem Jahr auf 13.500 Tonnen im Jahr 2010 scheint laut der Meinung von Spezialisten und Meeresbiologen für ein Fortbestehen der Fischart in den Gewässern des nördlichen Atlantiks und des westlichen Mittelmeers nicht ausreichend.
 
 
Der Blauflossen Thunfisch wird verwirrenderweise auch oft als Roter Thunfisch bezeichnet und gehört zu einem der wesentlichsten Bestandteile des japanischen Sushis. Umweltschutzorganisationen wie der WWF oder Greenpeace befürchten ein vollständiges Aussterben der großen Raubfische bis zum Jahr 2012, da die Fischart im Mittelmeer schon extrem überfischt ist. Laut einer Studie gelten 80 Prozent der Europäischen Bestände als stark gefährdet und stehen kurz vor dem kompletten Zusammenbruch.
 
 
Der Blauflossen Thunfisch (Thunnus thynnus) wird auch oft Roter Thun genannt. Der große und schnelle Raubfisch kann eine Länge von über 4,5 Metern und ein Gewicht von über 680 Kilogramm erreichen. Um der Nachfrage des hauptsächlich japanischen Markts nachzukommen werden die gefangen Fische teilweise in Käfigen gemästet um ihre Masse und Qualität zu erhöhen. Die meisten in europäischen Gewässern gefangenen Blauflossen Thunfische werden noch auf den Fangschiffen von japanischen Händlern begutachtet und für den japanischen Markt aufgekauft. Für die im Mittelmeer aktiven Fischfangflotten wurde im Jahr 2008 ein teilweises Verbot der Ringwadennetze ausgesprochen, das aber von den Fischern in großer Zahl ignoriert wurde und so die fortschreitende Ausrottung nicht bremsen konnte.
 
 
 
 
 
Quelle Greenpeace , Bilder OpenCage, Fisherman & NOAA

 


 

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