
Regatta | 07.12.2009 - 05:11:15

Matthias Schmid und Florian Reichstädter schließen ihr beinhartes Spanien-Trainingslager mit der Semana Olimpica Canara de Vela in Las Palmas vom 5. Bis 8. Dezember 2009 ab und haben sich der Detailliebe verschrieben.
Regattasegler bleiben in allen Lebenslagen zum Perfektionismus verdammt. So gesehen sind 33 Wasserstunden in gerade einmal sechs Tagen so etwas wie eine optimale Ausbeute.
„Die Rahmenbedingungen waren perfekt, wir haben ausgezeichnet trainiert“, frohlockt Matthias Schmid, der gemeinsam mit Vorschoter Florian Reichstädter von Barcelona nach Las Palmas übersiedelte und seit einer Woche das Hauptaugenmerk auf die Materialentwicklung legt. „Wir haben punkto Bootsgeschwindigkeit mittlerweile eine sehr gute Ausgangsposition. Jetzt geht es um weitere Vorteile, vor allem für die Kombination viel Welle und wenig Wind müssen wir noch ein paar PS finden“, erläutern die WM-Sechsten von Kopenhagen.
Mit Georg Fundak haben Österreichs 470er Segler - neben der heimischen Einsergarnitur ziehen auch die OeSV-Nachwuchshoffnungen Daniel Bargehr und Lukas Mähr vor Gran Canaria ihre Kreise - einen der profundesten Feintuner an ihrer Seite. Der OeSV-Sportdirektor, in früheren Jahren einer der besten 470er Steuerleute weltweit, hatte bekanntlich Hagara & Steinacher erfolgreich auf Speed gebracht, was mit zwei Olympiagoldmedaillen entsprechend überliefert ist. „Georg weiß wie ein Profil aussehen muss, er hat unglaublich viel Erfahrung, seine Impulse sind entsprechend wertvoll.“
Die sehr intensive Trainingswoche wird nun mit der Semana Olimpica Canara de Vela, im Rahmen derer zwei Bedürfnisse befriedigt werden sollen, abgeschlossen. Zum einen muss man im Segelbereich experimentieren - was naturgemäß auch nach hinten losgehen kann - zum anderen will man punkten. Dass das Ganze nach der harten Woche und vor allem aufgrund der tadellosen Besetzung kein Sparziergang wird, ist absehbar.
Neben der spanischen Nationalmannschaft, inklusive der Olympia-Fünften Barreiros/Sarmiento, ist unter anderem auch die Russische Spitze im Kollektiv präsent.
Zu Halbzeit, die Regatta dauert noch bis kommenden Dienstag, haben die Schweden Anton Dahlberg und Sebastian Östling ihre Nasen vorne, Matthias Schmid und Florian Reichstädter rangieren nach drei Wettfahrten auf Platz 12. „Es sind optimale Verhältnisse, nämlich jene die uns überhaupt nicht liegen. Für uns ist es eine Trainingsregatta mit sehr interessanten Aufschlüssen“, so Schmid, der noch auf möglichst viele Wettfahrten hofft.
David Bargehr und Lukas Mähr liegen zwischenzeitlich auf Platz 13 und haben mit Rang vier in Durchgang eins bereits eine ordentliche Duftmarke gesetzt.
Zwischenstand nach 3 Wettfahrten:
1. Anton Dahlberg/Sebastian Östling SWE 19
12. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 34 (15, 5, 14)
13. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 35 (4, 14, 17)
Quelle und Bilder Dominic Marsano
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