ts-animations

Spanische Küstenwache in Gibraltar festgenommen

Revier | 10.12.2009 - 14:15:07

Bei der Verfolgung von mutmaßlichen Drogenschmugglern drangen Beamte der spanischen Küstenwache in den Hafen von Gibraltar ein und wurden dort gemeinsam mit den Verdächtigten Drogenhändlern von den britischen Behörden festgenommen.

Zum wiederholten Mal kam es in der Region um den Felsen von Gibraltar zu Spannungen zwischen Spanien und Großbritannien. Im Eifer des Gefechtes verfolgten Beamte der spanischen Küstenwache ein als Drogenschmuggler verdächtigtes Boot bis in den Hafen von Gibraltar, der als britisches Hoheitsgebiet von den Engländern überwacht wird. Dort nahmen die Spanier die zwei mutmaßlichen Schmuggler fest und wurden daraufhin selbst, gemeinsam mit den vermutlichen Verbrechern von den britischen Behörden festgenommen. Erst nach einer offiziellen Entschuldigung des spanischen Innenministers Pérez beim Regierungsoberhaupt Gibraltars wurden die spanischen Beamten wieder freigelassen. Pérez bezeichnete das Verhalten der spanischen Küstenwache als „nicht korrekt“ und versicherte, dass er dafür sorgen werde, dass sich ähnliche Vorfälle nicht wiederholen werden. Obwohl die spanischen Beamten in Ausübung ihrer Pflicht die Hoheitsgewässer Großbritanniens verletzt hatten war eine offizielle Entschuldigung der einzige Weg, das ohnehin gespannte Verhältnis zwischen den beiden Nationen nicht noch weiter zu belasten. Der Felsen von Gibraltar befindet sich seit etwa 300 Jahren unter britischer Herrschaft und war seither des Öfteren Anlass zu Streit zwischen Spanien und England. Geschürt werden solche Spannungen an einer der wichtigsten Seehandelswege der Welt auch durch unsensibles Verhalten der beteiligten Parteien. So musste sich die britische Regierung letzte Woche bei den Spaniern entschuldigen, weil die in Gibraltar stationierten britischen Militäreinheiten ihre Schießübungen mit einer Boje durchführten die mit der spanischen Flagge markiert war. Der Umstand, dass Spanien seit geraumer Zeit Anspruch auf Gibraltar erhebt fördert weiterhin die Feindseligkeiten um den strategisch wertvollen Platz am Eingang zum Mittelmeer.

 

Bilder Thommy Woels und Sailbig

 


 

Seiten (1): 1

Name Text
haddok

Das sind vielleicht Helden, die Briten!

Männer der spanischen Küstenwache, die Drogenschmuggler jagen, nehmen die Briten fest - aber die somalischen Piraten dürfen auf Weisung des Verteidigungsminister Leute verschleppen, wie sie lustig sind. PFUI!

Kommentar melden | 10.12.2009 - 16:16:11

Kapitän Metaxa

Wo bleibt da die globale Zusammenarbeit der Polizei?
Ein Dankeschön der Briten hätte genügt, da sie sich durch den Einsatz der Spanier jetzt den Erfolg auf die Fahnen heften dürfen, wenn sie schon selbst nichts zu Wege bringen, siehe Piraten streicheln vor Somalia!

Cpt.Metaxa

Kommentar melden | 10.12.2009 - 22:58:56

LowTech

Treffend gesagt!

Danke haddok,
„PFUI“ ist der richtige Ausdruck, den die Briten in diesen Fällen verdienen. Ihre grenzenlose Arroganz gegenüber anderen Völkern zeigt sich ja auch in den Schießübungen auf die spanische Flagge, offenbar ist es ihnen nur wichtig militärisch präsent zu sein aber ansonsten entweder nicht aktiv zu werden oder das schlechteste daraus zu machen.

Danke Kapitän Metaxa,
Hab mir schon überlegt wie man das Verhalten der Marine vor Somalia am passendsten bezeichnen kann. „Piraten streicheln“ find ich super! Es sieht fast so aus als hätten die Verbrecher in dem Gebiet einen Freibrief oder würden „piratische Immunität“ genießen. Bin ja wirklich keiner der für militärische Großeinsätze und übertriebene Anwendung von Waffengewalt ist, aber in diesem Fall scheinen die Piraten in ihren kleinen Booten den internationalen Schutztruppen wirklich auf der Nase herum zu tanzen. Ich glaube für die somalischen Piraten spielt bei der Durchführung ihrer Raubzüge das Wetter eine wesentlich größere Rolle als die Anwesenheit des Militärs.

Kommentar melden | 11.12.2009 - 10:55:08


 
Kommentar schreiben
Name: *
eMail:
Homepage:
Titel:
Text:
eMail
Visuelle Bestätigung: =>
ts-animations
RSS Feed Follow ocean7magazin on TwitterFollow ocean7 on Facebook