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Strom aus der Auster

Ocean | 18.12.2009 - 01:25:11

In den Orkney Inseln wurde ein fortschrittliches Wellenkraftwerk in Betrieb genommen, das wegen seiner eigentümlichen Funktionsweise nach der wohlschmeckenden Auster benannt wurde. Das Kraftwerk mit der großen Klappe versorgt über 400 Haushalte mit Elektrizität und spart Unmengen an CO2 Emissionen ein.

 

 
Die Absicht ist klar. Saubere Energie aus einer Ressource zu gewinnen die natürlich in unbegrenzter Menge vorhanden ist und sich auch ständig selbst erneuert. Die gewaltige Energie, die in Wellen steckt ist jedem Menschen, der einmal am Meer die Kraft der Brandung erlebte bekannt. Der Trick um an diese unerschöpflichen Energiemengen heranzukommen und sie für die Menschen nutzbar zu machen beschäftigt die Forscher seit geraumer Zeit. Techniker der Firma Aquamarine Power haben jetzt eine Lösung entworfen die nicht nur einwandfrei funktioniert sondern bereits über 400 schottische Haushalte mit Elektrizität versorgt. Die Technik scheint für das Gebiet am nördlichen Ende der Britischen Inseln maßgeschneidert zu sein, eignet sich der Einsatz der Oyster doch am besten an Küsten mit starkem und vor allem kontinuierlichem Wellengang. Das Kraftwerk in den Orkney Inseln ist im Moment das erste das die Kraft der Wellen in einer Kombination aus mechanischer Aufnahme der Wellenbewegungen über hydraulische Kolben und Hochdruckleitungen an Land leitet, wo die eigentliche Stromgewinnung stattfindet. In einer Tiefe von etwa zehn Metern wird eine Plattform mit einer schwenkbaren Stahlwand installiert. Die 18 Meter breite Wand ist an so an der Unterkante befestigt, dass sie den Wellenbewegungen folgend hin und zurück klappt. An der Oberseite wird der bewegliche Teil durch Auftriebskörper aufrecht gehalten. Über einen Zylinder, ähnlich wie bei einem Blasebalg wird Wasser durch eine Hochdruckleitung ans Festland geleitet. Dort wird das unter Hochdruck stehende Wasser über spezielle Turbinen in elektrischen Strom umgewandelt. Großer Vorteil dieser Anlage ist der Umstand, dass sich keine empfindlichen elektrischen Teile unter Wasser befinden, und die mechanischen Teile vollständig ohne Schmiermittel auskommen. Die neue Testanlage wurde in einem Gebiet installiert in dem auch schon andere Methoden der Energiegewinnung aus Wellenkraft ausprobiert werden. Die Oyster produziert eine Leistung von 315 Kilowatt und kann damit 450 Haushalte mit Strom versorgen. Geplant ist in etwa zwei Jahren eine größere Anlage zu bauen, die den Strom für über 2500 Wohnungen liefern soll. Die Kosten-Nutzen-Rechnung beträgt bei dieser Konstruktion etwa drei bis vier Millionen Euro Installationskosten pro Megawatt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Weitere Informationen www.aquamarinepower.com

 


 

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