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Feuer und Wasser, sensationelle Videos vom Meeresgrund

Ocean | 20.12.2009 - 06:16:56

Aufnahmen eines Unterwasser-Vulkanausbruchs in einer bisher unbekannten Qualität sind amerikanischen Forschern im Pazifik gelungen. In über 1000 Metern Tiefe konnten sie den Tauchroboter JASON bis auf wenige Meter an das Eruptionszentrum heran steuern und wertvolle Daten über den extremen Lebensraum sammeln.

 
 
In dem Gebiet zwischen Fiji, Tonga und Samoa hatten Wissenschaftler von NOAA und der National Science Foundation das große Glück die Eruption eines Unterwasser-Vulkans live mitzuerleben. Der erst im Mai entdeckte Vulkan mit dem Namen West Mata befindet sich in einer Wassertiefe von etwa 1200 Metern und ist nur mit großem technischem Aufwand zu beobachten. Zum ersten Mal konnte gefilmt werden wie Magma sich in dieser Tiefe direkt ins kalte Tiefseewasser ergießt und dieses augenblicklich zum sieden bringt. Das flüssige Gestein bildet nach seiner relativen Abkühlung völlig jungfräulichen Meeresboden. 
„Es war wie ein Feuerwerk unter Wasser“ äußerte sich der wissenschaftliche Leiter der Expedition Bob Embley. „Durch den enormen Wasserdrucks in dieser Tiefe wird die zerstörerische Gewalt der Eruptionen so stark gedämpft, dass der Tauchroboter JASON bis auf wenige Meter an die aktive Eruption heran manövriert werden konnte, an Land oder in seichterem Wasser kann man nicht einmal hoffen so nahe heran zu kommen und solch Details zu beobachten“.
 
 
In einer Tiefe von über 1000 Metern müssen die Sensoren und Instrumente der Tauchroboter einem gewaltigen Wasserdruck widerstehen, hinzu kommt, dass in der direkten Umgebung eines Vulkanausbruchs die Wassertemperaturen extrem hoch sind und das Seewasser selbst durch die Mineralien aus dem Erdinneren einen so hohen Säuregehalt annimmt, der mit Batteriesäure vergleichbar ist. Trotzdem konnte selbst in dieser Lebensfeindlichen Umgebung Leben nachgewiesen werden. Für die Organismen, die sich auf dem Meeresgrund angesiedelt haben sind die Unterwasser-Vulkane die einzige Lebensgrundlage, da sie ohne Sonnenlicht auskommen müssen.
 
 
Neben den phantastischen Videoaufnahmen konnten mit dem Greifarm des Tauchroboters auch Bodenproben aus nächster Nähe des Ausbruchs genommen werden, von denen sich die Tiefseeforscher Erkenntnisse über die Entwicklung des Lebens an so extremen Orten erwarten.
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Quelle, Bilder und weitere Infos NOAA

 

 

 


 

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