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49er WM: Ausgerutscht

Regatta | 07.01.2010 - 03:21:39

Österreichs 49er Asse Nico Delle Karth und Niko Resch ziehen im Kampf mit den Elementen einmal den Kürzeren und werden brutal aus dem Sattel gerissen. Anstelle von Panikattacken gilt es nun vor Freeport kühlen Kopf zu behalten und wieder auf die Überholspur zu segeln. Mit dem Beginn der Finalläufe geht es in die heiße Phase der Meisterschaft.

 
Bei 25 bis 30 Knoten Wind wurde vor Freeport die zweite Qualifikationsrunde der 49er Weltmeisterschaft eingeläutet. Nach zwei durchaus würzigen Durchgängen mussten sich Veranstalter wie Segler den Elementen beugen und vorzeitig in den Hafen zurückkehren.
„Ab sechs Windstärken ist die Schmerzgrenze erreicht, bei so viel Wind kannst du einen 49er kaum mehr bändigen. Am Nachmittag hatte es in den Böen knappe sieben Beaufort, da kämpfst du nur noch ums nackte Überleben“, berichtet Nico Delle Karth, der mit Partner Niko Resch nach den gestrigen beiden Härteschlachten einen Dämpfer und den Rückfall auf Platz 15 zu Kenntnis nehmen musste.
„Der Hund lag im heutigen ersten Durchgang begraben, es ging brutal schnell und war nicht zu verhindern“, erinnert sich Delle Karth, der bei einem Manöver ausrutschte und dadurch die Kenterung einleitete. „Einmal Umgefallen bist du praktisch weg vom Fenster, Platz 13 ist da noch das Beste was uns passieren konnte.“ Ein bitterer Nachgeschmack bleibt dennoch, zum Zeitpunkt der Kenterung lag das heimische Duo an dritter Position. „Wir haben die Führenden attackiert und einen hohen Preis bezahlt, trotzdem würden wir es genauso wieder machen.“
 
 
Auch die anschließende Wettfahrt verlief mit Rang acht nicht ganz nach dem Geschmack der Weltranglisten-Dritten. „Da haben wir am Start geschlafen und gleich zu Beginn den Anschluss an die Spitze verloren. Alles in allem war es ein extrem unbefriedigender Tag, für Panikattacken gibt es aber überhaupt keinen Grund“, sind sich die beiden 25-Jährigen einig. „In der Qualifikation sind Tage wie diese noch verschmerzbar, im Finale hast du nach solchen Wettfahrten gröbere Probleme.“
Ab Donnerstag segeln die besten 25 Mannschaften um die begehrten zehn Tickets für die Medal Race Entscheidung. Der Rückstand des OeSV-Duos auf die Führenden beträgt derzeit 20 Zähler und ist in den acht Finalwettfahrten „leicht aufzuholen.
Gegenwärtig müssen wir die Qualifikation sauber zu Ende segeln, ausreichend Möglichkeit sich zu beweisen und den Rückstand zu reduzieren“, weiß Resch. Der Kärntner, der seine Verkühlung einfach nicht an den Mann bringt und nicht wirklich fit ist, wird auch in den kommenden Tagen über sich hinaus wachsen müssen. „Raunzen würde mir und uns auch nicht weiterhelfen, also fange ich erst gar nicht damit an.“
 
 
Zwischenstand nach 5 Wettfahrten, ein Streicher (62 Mannschaften, 26 Nationen):
 
 Stevie Morrison/Ben Rhodes
 GBR
 8
 Iker Martinez/Xabier Fernandez
 ESP
 12
 Pietro Sibello/Gianfranco Sibello
 ITA
 13
15 
 Nico Delle Karth/Niko Resch
 AUT
 29 (5/13/3/(13)/8)
 
Weitere Details:
 
 
 
 
Quelle Dominic Marsano, Bilder Dominic & Formann

 


 

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