Voll versagt

Ocean | 06.02.2010 - 04:50:02

Die Regierungen der ganzen Welt haben laut neuesten Untersuchungen vollkommen in ihren Zielen den Meeresschutz betreffend versagt. Experten stellen fest, dass alle Bestrebungen die Müll-Flut in den Griff zu bekommen nichts gebracht haben und weiterhin riesige Massen an Abfällen im Meer treiben.

 
Hauptproblem der Müll-Flut in den Weltmeeren ist Abfall aus nahezu unverrottbarem Kunststoff, der mittlerweile den größten Teil des Problems ausmacht. Abgesehen von der traurigen Tatsache, dass viele Meerestiere die unverdaulichen Plastikteile verzehren und daran eingehen, sind auch die winzigsten Teile oft giftig und schädliche Giftstoffe kommen über die Nahrungskette an den Menschen zurück. Die Gefährdung für die Menschen darf nicht unterschätzt werden meinen Wissenschaftler, die feststellen konnten, dass die Giftkonzentration an den Müllteilen bis zu eine Million Mal höher als normal sein kann. Seit etwa 40 Jahren sind die Regierungen der Welt damit beschäftigt die Weltmeere von gefährlichen Abfällen frei zu halten und entstanden Schäden zu beheben. Der Vertrag der zum Schutz der Meere aufgesetzt und mehrmals überholt wurde brachte aber leider auch keinen Erfolg. Selbst die härtesten Auflagen zeigten bis jetzt keine Wirkung.
 
 
Das Problem betrifft aber nicht nur weit entfernte Regionen in denen die Müllentsorgung neben sozialen oder wirtschaftlichen Problemen an hinterer Stelle kommt, sondern auch Reviere in Europa und an den Küsten vieler sogenannter hochentwickelter Industriestaaten. Allein in der Nordsee werden, obwohl seit Ende der 80er Jahre strengstens verboten, im Jahr geschätzte 20.000 Tonnen Müll allein von der kommerziellen Schifffahrt „entsorgt“. Die von der EU geplanten Strategien, das bedrohlich wachsende Müllproblem in den Griff zu bekommen, werden von Umweltexperten kritisch gesehen, da es mit wirkungslosen Abkommen ohne Kontrollen und harte Strafen offensichtlich nicht funktioniert. Zurzeit ist das Meer durch die Abfälle der Zivilisation derart geschädigt, dass an manchen Orten sechs Mal so viel Plastik als natürliches Plankton vorkommt.
Das Problem ist jedoch, trotz aller Blauäugigkeit mancher Verantwortlichen nicht auf die lange Bank zu schieben, handelt es sich doch bei dem Ökosystem der Ozeane um eine der lebensnotwendigsten Ressourcen der Erde.
 
 
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Katamaran aus Abfällen

 


 

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