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Vendee Globe-Drama: Rettungsaktion läuft

Fregatte der Australischen Navy ist unterwegs | Regatta | 19.12.2008 - 11:34:37

Marc Guillemot erreichte mit seiner SAFRAN gestern Nacht zwischen 22:30 und 23:00 Uhr GMT eine Position nahe der Yacht GENERALI des verletzten Yann Eliès. Er war kurze Zeit nur rund 100 Meter von ihm entfernt. Beide segeln jetzt mit dreifach gerefftem Großsegel mit rund 3,5 Knoten auf Backbordbug und auf Parallelkurs mit einem Sicherheitsabstand von einer bis drei Meilen.

 

Guillemot wird so lange in der Nähe von Yann Eliès bleiben, bis die zu Hilfe kommende Fregatte HMAS Arunta eintrifft. Sie wird am Samstag rund um 14:00 Uhr GMT bei der Yacht des verunglückten erwartet.

Nach Angaben von Guillemot läuft derzeit ein Schwell von 3-4 Metern bei Wind von 15 bis 18 Knoten, der jedoch auf 35 Knoten aufbrisen soll. Die Britin Samantha Davies steuert mit ihrer ROXY ebenfalls die GENERALI an. Sie war Freitag um 06:30 Uhr GMT rund 300 Seemeilen, also rund ein Etmal entfernt.

Elies konnte heute einen Müsli-Riegel, etwas konzentrierten Zitronensaft und Kondensmilch zu sich nehmen. 
Im übrigen Rennverlauf liegen nur 30 Meilen voneinander getrennt Michel Desjoyeaux (Foncia) and Roland Jourdain (Veolia Environnement) an der Spitze des Feldes, gefolgt vom Drittplatzierten  Seb Josse (BT) mit rund 100 Meilen Rückstand.
 Jean-Pierre Dick (Paprec-Virbac II) konnte inzwischen sein beschädigtes Ruder reparieren und segelt jetzt auf SE-Kurs in seiner Aufholjagd auf das Feld. Seine Reparatur hat ihn rund 600 Seemeilen gekostet.
Marc Guillemot, Skipper der Safran: “Momentan haben wir hier rund 20 Knoten Wind. Die See ist rau, aber bereits etwas ruhiger als noch vor ein paar Stunden. Die Sonne scheint. Ich habe mit Yann über VHF Kontakt. Er hat geschlafen und so habe ich das genutzt um auch etwas zu schlafen. Ich habe mich etwas von seinem Schiff auf rund eine Meile entfernt. Ich werde versuchen, mich seinem Heck so weit zu nähern, dass ich ihm eine Flasche Wasser übergeben kann. Ich bleibe in seiner Nähe, so lange das eben dauert – egal wie lange. Das Rennen war gestern. Jetzt gibt es etwas anderes zu tun. Ich war vor ein paar Jahren in einer ähnlichen Situation. Ich versuche mit ihm zu sprechen und ihn aufzumuntern. Er weiß, er kann sich auf mich verlassen. Es ist mehr eine psychologische Hilfe als eine physische. Das ist aber entscheidend, denn es ist der Kopf, der für den Rest des Körpers sorgt.“
 
 
Weitere Informationen www.vendeeglobe.org/en
 
Thomas Dobernigg für OCEAN7 Online

 


 

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