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Vendée Globe Drama: Das Interview

Regatta | 19.12.2008 - 12:13:23

In Sydney, Australien, koordiniert David Adams, der Sicherheitsberater der Vendée Globe, die Aktion zur Abbergung des schwer verletzten Teilnehmers Yann Eliès von seiner Yacht. In einem Interview beschreibt er die Sachlage:
 
 
 
 
 

Wie weit sind die Einsatzstellen entlang der Rennstrecke überhaupt vorgewarnt und in Bereitschaft?

 
David Adams: „Wir sprechen bei allen Round The World Rennen mit den Sicherheits-Einsatzstellen entlang der Streckenführung rund um den Globus und informieren sie vorab über die Erfahrung der Skipper, die Sicherheitsausrüstung der Schiffe, eben über alles für sie Relevante. Wir haben mit ihnen darüber gesprochen, welche Ice Gates wir festgelegt haben, damit die Schiffe weit genug in Landnähe bleiben, um eine eventuell notwendig werdende Rettungsaktion innerhalb einer vernünftigen zeit durchführen zu können. Das funktioniert auch sehr gut. Was allerdings Yann nicht die Schmerzen erleichtert, die er derzeit erleidet. Aber was die allgemeine Sicherheitslage des Rennens betrifft, so ist alles vorbereitet und funktioniert.“
 
Sind Open 60 Solo Segler eine spezielle Type Mensch?
 
David Adams: “Ja, sie sind eine spezielle Rasse. Keiner von ihnen geht in dieses Rennen und erwartet sich Hilfe von außen. Der jetzige Fall ist eben eine der sehr seltenen Situationen, in der ein Skipper nichts mehr tun und vor allem auch nichts mehr für sich selber tun kann. Eine sehr unglückliche Situation.“
 
Ist es denkbar, dass Marc Guillemot versuchen könnte, an Bord der SAFRAN zu gelangen, um Yann zu helfen?
 
David Adams: “Nein. Die Situation, zwei 60-Fuss-Schiffe unter derartigen Bedingungen zusammenzubringen ist viel zu gefährlich. Drei bis vier Meter Schwell machen das ganz und gar unmöglich. Die Masten könnten sich ineinander verhaken, brechen und dann wären beide Schiffe in akuter Gefahr. Es ist besser und sicherer abzuwarten, bis die Marine an Ort und Stelle ist. Sonst wäre die Gefahr, dass Marc selbst in Lebensgefahr gerät, viel zu groß. Das sind große Schiffe und große Wellen. Dann hätten wir zwei Skipper, die wir Bergen müssten.”
 
 
Weitere Informationen www.vendeeglobe.org/en
 
 
 

 


 

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