Piratenopfer: Erblindung droht

People | 28.02.2010 - 09:42:51

Paul Chandler, der mit seiner Frau Rachel vor Monaten von somalischen Verbrechern von seiner Yacht vor den Seychellen entführt wurde, ist schwer erkrankt. Wenn er nicht sofort medizinisch versorgt wird, droht ihm innerhalb kürzester Zeit die vollständige Erblindung.

 

 

 
 
Die Infektion heißt Trachoma und kommt in ostafrikanischen Ländern wie Somalia häufig vor. Sie wird durch Fliegen übertragen. Wird sie nicht rasch mit entsprechenden Medikamenten behandelt, führt sie unweigerlich zur irreversiblen Erblindung. Piratenopfer Paul Chandler (60), der getrennt von seiner Frau Rachel (56) in einem Zelt unter schrecklichen Bedingungen gefangen gehalten wird, leidet seit einigen Wochen an dieser Infektion. Die Erkrankung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass Paul Chandler unter extremen Schmerzen leidet und die Augen nicht mehr öffnen kann. Wird er nicht sofort medizinisch versorgt, wird er dauerhaft erblinden.
Rachel Chandler ist ebenfalls in einem erschreckenden gesundheitlichen Zustand. „Sie leidet an extremer Unterernährung und an Depressionen“, berichtet ein Arzt, der die beiden kurz untersuchen durfte.
Das alles bringt die britischen Behörden aber nicht von ihrem sturen und menschenverachtenden Kurs ab. „Wir werden mit den Piraten keine Gespräche führen. Mit Terroristen wird nicht vehandelt“, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums nach wie vor.
 

 


 

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LowTech

Eine Schande!!

Diese Demonstration von Ignoranz ist beschämend für alle Verantwortlichen. Es ist doch nicht möglich, dass es keine diplomatischen (offizielle oder nicht) Wege gibt den Geiseln zu helfen. Auch militärisch wäre eine Befreiung sicher möglich, das hat die Vergangenheit schon in mehreren Fällen gezeigt. Die Chandlers sind leider weder reich noch berühmt, sonst hätten die Briten schon eine Lösung gefunden. Offenbar wird von der britischen Regierung versucht, die gravierenden Fehler die überhaupt zur Entführung der beiden Opfer geführt haben durch noch größere Fehler auszugleichen. Würde mich nicht wundern, wenn sie mit dem Tod der Geiseln rechnen, damit das Versagen der britischen Marineeinheiten nicht auch noch durch betroffene Augenzeugen dokumentiert und bewiesen werden kann!

Eine Schande für alle Beteiligten!!

Kommentar melden | 28.02.2010 - 10:32:40

Kapitän Metaxa

Eine ganz große Sauerei!
Ich möchte nicht wissen was die herren Politiker alles machen würden um ihre Angehörigen zu befreien.
Wenn schon die politiker menschenverachtend stur sind so sollten wenigstens die Freunde der Segler helfen dürfen.
Cpt.Metaxa

Kommentar melden | 01.03.2010 - 14:29:31


 
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