
Automatische Waffe gegen Piraten
Service | 01.03.2010 - 10:14:26

Aufgrund der steigenden Anzahl von Piratenangriffen und des relativ wirkungslosen Einsatzes von internationalen Marineeinheiten setzt die Berufsschifffahrt in den betroffenen Gebieten jetzt vermehrt auf Selbsthilfe. Eine brauchbare und einfache Lösung kommt aus Deutschland.

Findige Köpfe des deutschen Ingenieurbüros Platter haben sich eine Defensivwaffe einfallen lassen, die es der Berufsschifffahrt ermöglichen soll ihr Schiff vor ungebetenen Gästen zu schützen. Unter dem Namen „ Automatic Pirat Defense System“ wird eine Anlage angeboten die es den Besatzungen ermöglichen soll, das Gebiet um das Schiff automatisch zu überwachen und bei Missachtung der Sicherheitszone zu verteidigen. Das System besteht aus schwenkbaren Infrarotkameras die bei Annäherung, sowohl bei Tag als auch bei Nacht sofort Alarm auslösen. Das System kann so eingestellt werden, dass es entweder einen stillen oder hörbaren Alarm abgibt. In der zentralen Steuereinheit wird nach dem Alarm die genaue Position der Angreifer in Echtzeit ermittelt und
an mehrere an der Bordwand montierte Wasserkanonen übermittelt. Jede dieser Wasserkanonen kann auf eine Distanz von etwa 90 Metern gezielt bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute einsetzen. Um mit dem automatischen System nicht harmlose Fischer oder Sportsegler zu gefährden wird eine dreistufige Sicherheitszone angewendet, die potentielle Angreifer auf eine Entfernung von über 500 Metern erkennt, durch Lautsprecher wird das sich nähernde Fahrzeug zum Abdrehen aufgefordert. Sollte die Kommunikation im Falle eines Piratenangriffs einseitig ausfallen können die automatischen Wasserwerfer aktiviert werden, die bei den hauptsächlich von Piraten verwendeten Booten eine ausreichende Wirkung haben die Angreifer abzuschrecken oder zu versenken. Mehrere große Reedereien die Fracht durch gefährliche, von Piraten kontrollierte
Gewässer transportieren müssen haben bereits großes Interesse an dem, grundsätzlich simplem System gezeigt. Ein Sprecher der Germanischen Lloyd warnt jedoch auch vor der Möglichkeit, mit einem Einsatz solcher Anlagen Piraten noch zusätzlich zu provozieren und die ohnehin schon extrem gewaltbereiten Angreifer zu massiverem Waffeneinsatz zu motivieren.
Weitere Informationen www.automatic-pirate-defense-system.de
| Empfehlen | 2.058 Klicks | Gernot Weiler |
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| Name | Text |
| Kapitän Metaxa |
Viel besser wäre statt wasser dieselöl zu verspritzen und es dann zu entzünden! Mit einem derartigen Flammenwerfer an Bord wird sich jeder Pirat abschrecken lassen. Kommentar melden | 01.03.2010 - 14:32:55 |
| Kapitän Metaxa |
Viel besser wäre statt wasser dieselöl zu verspritzen und es dann zu entzünden! Mit einem derartigen Flammenwerfer an Bord wird sich jeder Pirat einen Angriff überlegen und abschrecken lassen.Keine Schonung für diese Verbrecher, alles andere ist Augenauswischerei. Kommentar melden | 01.03.2010 - 14:34:46 |
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skippy
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Wir schreiben das Jahr 2010. Kommentar melden | 01.03.2010 - 15:44:52 |
| LowTech |
Das mit dem brennenden Treibstoff stell ich mir gefährlich vor. Bei 5000 Litern in der Minute pro Kanone ist das bei sechs Stück 30.000 Liter fein zerstäubter Treibstoff im engsten Umkreis um das verteidigende Schiff. Abgesehen von der fürchterlichen Umweltverschmutzung kann das in Kombination mit Feuer für alle im Umkreis ins Auge gehen, egal ob Angreifer, Verteidiger oder unschuldige, zufällige Zuschauer wie etwa die britische Marine. Kommentar melden | 01.03.2010 - 22:04:57 |
moser-willi ![]() |
Für Piraterie und das Kapern von Schiffen in internationalen Gewässern kann es keine Rechtfertigung geben. Kommentar melden | 06.03.2010 - 19:19:00 |