Palma-Weltcup, starke Akzente

Regatta | 30.03.2010 - 04:07:10

Österreichs Segler haben beim Palma Weltcup Rückenwind und polieren die OeSV-Bilanz mit zwei zusätzlichen Tagessiegen weiter auf. Nach dem Sensationssieg der 49er Debütanten Zajac/Czajka punkten Nico Delle Karth und Niko Resch sowie Laser-Ass Andreas Geritzer in ihren Klassen und demonstrieren kollektive Stärke.

 
Geritzer der den Tag mit einem soliden 13. Rang begann, segelte im darauf folgenden Durchgang nach einem verhaltenen Start von Position 12 noch zu einem überlegenen Sieg, den Grundstein für seinen Husarenritt legte der 32-jährige Neusiedler mit einem Gewaltakt auf dem Vorwindkurs. „Ich war perfekt positioniert und bin den gesamten Schenkel auf der Ideallinie gesegelt, einmal vorne habe ich nichts mehr anbrennen lassen.“ Zwischenzeitlich auf Rang zwei, spricht Geritzer von einem bis dato sehr erfreulichen Regattaverlauf. „Läuft es morgen ähnlich rund, sollte ich mir für den Rest der Woche eine ausgezeichnete Ausgangsposition erarbeitet haben.“
 
 
Ausgesprochen gut haben sich bisher auch die heimischen 49er-Teams in Szene setzen können. Nico Delle Karth und Niko Resch fügen ihrem Tagessieg die Ränge zwei, acht und sieben hinzu und resümieren entsprechend zufrieden. „Wir haben zuletzt konditionelle Extraschichten eingelegt und intensiv mit unseren Physiotherapeuten gearbeitet um unsere Verletzungsanfälligkeit endlich in den Griff bekommen. Dadurch haben wir das Wassertraining ein wenig vernachlässigen müssen, dafür ist der Kopf wieder frei“, begründet Resch den bisherigen Lauf. „Dank unserer Routine können wir die fehlenden Wassertage gut kompensieren, sehr erfreulich sind unsere Starts die durch die Bank gelingen und die Basis für unsere gute Leistung waren.“ Thomas Zajac und Thomas Czajka konnten sich mit Rang fünf neuerlich gut in Szene setzen, in die restlichen Wettfahrten zahlten die Tornado-Umsteiger aber das zu erwartende Lehrgeld.
 
 
Matthias Schmid und Florian Reichstädter, zuletzt von einem Materialschaden aus der Bahn geworfen, belegten in der 470er Klasse die Ränge 4, 18 und 14, Florian Raudaschl war nach seinem Arbeitstag mit seiner seglerischen Leistung zufrieden, über die Ergebnisse aber verärgert. In der ersten Wettfahrt wurde der Finnsegler wegen unerlaubten Vortriebes von der Jury verwarnt, die geleisteten Ersatzstrafe warf den Wolfgangseer um 15 Plätze zurück. Im anschließenden Durchgang segelte Raudaschl Rang zwei entgegen, ehe der Pinnenausleger brach. Trotz dieses Handicaps kreuzte der 30-Jährige als guter siebenter die Ziellinie. „Mein Set up war perfekt, ich bin sauschnell und für den weiteren Verlauf dieser Regatta absolut zuversichtlich.“
 
 
Ab Mittwoch segeln die Besten der Besten in den jeweiligen Gold Fleets um den Einzug ins Medal Race.
 
Zwischenstand nach dem 2. Tag:
 
Laser (131 Starter, 4 Wettfahrten)
 
1
Tonci Stipanovic
CRO
15
2
Andreas Geritzer
AUT
28 (12,2,13,1)
3
Clay Johnson
USA
31
 
49er (61 Teams, 6 Wettfahrten, 1 Streicher)
 
1
Chris Draper/Peter Greenhalgh
GBR
12
4
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
20 (2,(9),2,1,8,7)
29
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
67 (1,(OCS),5,DNC,17,12)
 
470er (93 Teams, 4 Wettfahrten)
 
1
Panagotis Kambouridis/Gerasimos Orologas
GRE
13
28
Matthias Schmid/Florian Reichstädter
AUT
64 (28,4,18, 14)
66
David Bargehr/Lukas Mähr
AUT
131 (35,12,41,43)
 
Finn (52 Starter, 2 Wettfahrten)
 
1
Rafael Trujillo
ESP
5
15
Florian Raudaschl
AUT
31 (24,7)
 
Zeitplan:

28.-30. März Qualifikationswettfahrten
31. März-01. April Final Round (Gold Fleet)
2. April Medal Race
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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