
Jessica Watson: sieben Meter Wellen
People | 31.03.2010 - 10:09:12

Australiens kleine Einhandseglerin Jessica Watson hat mit hohem Seegang zu kämpfen und musste ihren Kurs Richtung Norden ändern um den schlimmsten Auswirkungen einer durchziehenden Tiefdruckfront zu entgehen. Jetzt freut sich Jessica schon auf die Heimkehr und ihren ersten Spaziergang an Land.

schön holpriges segeln. Wie der Wind am Morgen begann leichter zu werden, legte ich mich für ein paar Minuten schlafen, ich muss ziemlich müde gewesen sein, weil ich den lauten Wecker überhörte und erst eine Stunde später aufwachte weil PINK LADY in den Wind gedreht hatte und abtrieb. Einer der großen Brecher muss die Windfahne der Windsteueranlage abgerissen haben während ich schlief und so konnte Parker nicht mehr Kurs halten. Zum Glück habe ich ein paar Ersatzfahnen dabei und konnte das einfach reparieren.
Meistens ist es kein Problem genug Schlaf zu bekommen, wenn auch immer nur in kleinen Stücken. Normalerweise wache ich mindestens einmal pro Stunde auf um die Instrumente zu überprüfen und alles zu überblicken. Wenn aber ein bisschen kräftigerer Wind und unstabiles Wetter dazukommen und ich mich Land nähere ist es schwer mich wieder aufzuraffen. Ich merke sofort, wenn ich ein wenig überanstrengt bin, dann bekomme ich einen Hustenreiz
wie bei einer Erkältung, aber weil es hier keine Keime gibt, bekomme ich glücklicherweise keine. Als die Sonne heraus kam war die ganze Kabine dampfig weil mein nasses Ölzeug trocknete. Der Wind und die Wellen sind noch immer ziemlich stark, gerade genug um mich zu beschäftigen. Sonst ist hier draußen alles beim Alten. Ich bin sicher, es gibt noch viel mehr Wind auf den kommenden Meilen. Je näher ich nach Australien komme, desto mehr fehlen mir alle. Ich bin schon aufgeregt aber nur ein bisschen nervös. Ich freue mich schon sehr auf einen Spaziergang an Land.
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