Palma-Weltcup, Sturm und Wellen

Regatta | 31.03.2010 - 04:33:17

Ballermann zeigt sich bei der Trofeo S.A.R. Princesa Sofia Mapfre, dem Weltcup vor Palma als Spielverderber. Sturm und meterhohe Wellen lassen keine weiteren Wettfahrten zu, von 31. März bis 1. April soll mit den ersten Finaldurchgängen die heiße Phase eingeläutet werden.

 
„Die Wellen waren derart hoch, dass die Brecher ein Auslaufen unmöglich gemacht haben und selbst wenn wir raus gekommen wären, spielt das Material bei 7 bis 8 Windstärken einfach nicht mehr mit.“ Die Entscheidung der Wettfahrtleitung die Flotte aufgrund der stürmischen Verhältnisse im Hafen zu behalten war für Matthias Schmid absolut nachvollziehbar. Trotzdem trauert der 470er Steuermann einer möglichen Sanierung nach. „Wir hätten drei Wettfahrten, und somit drei Möglichkeiten gehabt Boden gut zu machen, obendrein fühlen wir uns bei Starkwind wohler.“ Schmid segelt mit Florian Reichstädter im Finale der besten 50 um den Einzug ins Medal Race, die OeSV- 470er Junioren David Bargehr und Lukas Mähr rangeln in der Silber-Flotte um die Plätze 51 bis 100.
 
 
Laut Prognosen soll der Wind deutlich nachlassen, zum Kriterium könnte der hohe Wellengang werden. „Es hat sich einiges aufgeschaukelt, das wird mit Sicherheit ein Spaß“, nimmt es 49er Vorschoter Niko Resch locker. Zwischenzeitlich auf Rang vier wollen der Kärntner und sein Tiroler Steuermann an die sehr gute Quali-Vorstellung anknüpfen und „ja keinen Druck aufkommen lassen.“
 
 
Zwei Sieger gibt es aus dem heimischen Segellager trotz der Zwangspause dennoch zu vermelden, ohne weitere Wettfahrt haben Thomas Zajac und Thomas Czajka im Zwischenklassement zwölf Ränge gut gemacht. Ein in den Abendstunden behandelter Protest wurde zu Gunsten der Österreicher entschieden, die in Durchgang vier regelwidrig behindert und aufgrund eines Materialschadens sogar zur Aufgabe gezwungen waren. „Wir haben für diese Wettfahrt einen Mittelwert zugesprochen bekommen, jetzt liegen wir auf Rang 17, haben uns souverän für die Gold Flotte qualifiziert und können unbeschwert drauf lossegeln.“
 
 
Mit den Finalläufen beginnt vor Palma die heiße Phase, aus heimsicher Sicht die besten Karten hält derzeit Andreas Geritzer in Händen, der in der Laserklasse auf Platz zwei rangiert. Auf sämtlichen Bahnen sind zumindest zwei bis maximal vier Wettfahrten vorgesehen. Die jeweiligen Sieger werden am Karfreitag im Medal Race der Top 10 gekürt.
 
 
Zwischenstand nach dem 3. Tag:
 
Laser (131 Starter, 4 Wettfahrten)
1
Tonci Stipanovic
CRO
15
2
Andreas Geritzer
AUT
28 (12,2,13,1)
3
Maxim Semerkhanov
RUS
31
 
49er (61 Teams, 6 Wettfahrten, 1 Streicher)
1
Chris Draper/Peter Greenhalgh
GBR
12
4
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
20 (2,(9),2,1,8,7)
17
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
48 (1,(OCS),5,RDG,17,12)
 
470er (100 Teams, 4 Wettfahrten)
1
Panagotis Kambouridis/Gerasimos Orologas
GRE
13
27
Matthais Schmid/Florian Reichstädter
AUT
64 (28,4,18, 13)
66
David Bargehr/Lukas Mähr
AUT
130 (35,12,41,42)
 
 Finn (52 Starter, 2 Wettfahrten)
1
Rafael Trujillo
ESP
5
15
Florian Raudaschl
AUT
31 (24,7)
 
Zeitplan:
 
28.-30. März  Qualifikationswettfahrten
31. März-01. April  Final Round (Gold Fleet)
2. April  Medal Race
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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