
Selbst das äußerst gemischte Wetter konnte den Teilnehmern des Gebirgssegler Cups die gute Laune nicht verderben. Dieses Jahr war das, aus 15 Yachten bestehende Regattafeld zu einer verkürzten Version der beliebten Wettfahrt gezwungen. Hier ein Bericht von Weltumsegler Claus Gintner und seiner Besatzung.
Bei bester Stimmung ging der Gebirgssegler Cup zu Ende.
Am Montag den 29.März wurde beim Briefing um 9 Uhr der Start wegen Windmangel zunächst auf 11 Uhr verschoben. Bei schwachem Wind aus SO, also genau gegenan kreuzten Die Yachten bis zu sieben Stunden auf zur Insel Hvar und suchten vor der angekündigten Kaltfront Schutz im Fischerhafen von Sucuraj. Die stürmische Kaltfront zwang die Segler zu einem 36 stündigen Stopp in dem malerischen Fischerhafen von Sucuraj.
Den ganzen Dienstag bläst es leider hart mit 28 bis 35 Knoten aus SO. Die Hafeneinfahrt ist offen noch SO. Die Teilnehmeryachten liegen in dem für diese Windrichtung schlecht geschütztem Hafen sehr unruhig im dreier Päckchen. Die Schiffe reißen wild an den Leinen und ein Fender nach dem anderem gibt seinen Geist auf. Die Skipper bewachen die Yachten, die Crews bewachen die Theke an der Bar und hoffen auf ein Nachlassen des Windes.

Am Mittwoch in der Früh heult es immer noch in den Wanten, doch schon schwächer als am Abend. Die Yachten schlingern und stampfen hart in der nachlassenden See die durch die Einfahrt ins Hafenbecken drängt. Der Tag erlaubte dann doch ab 10 Uhr schönes Segeln bei warmen Sonnenschein und leichtem achterlichen Wind aus SO mit Spinnaker oder allem was man so an Tuch hat, zurück zur Marina Ramova, wo sich die teilnehmenden Yachten in Form einer Sternfahrt trafen. Zwei charmante Marketenderinnen begrüßten jede ankommende Segelcrew mit einem Stamperl Schnaps und verführten die Crews zu einem Manöverschluck. Beim gemeinsamen Abendessen wurde so allerlei Seemannsgarn gesponnen.
Der Stimmung hat das schlechte Wetter jedoch nicht geschadet. Es gab einen Wettbewerb für das beste Outfit und Claus Gintner erzählte vom Segeln durchs Bermuda-Dreieck und von den merkwürdigen Dingen die da so vorkommen. Am Abend gab es dann nach den Wertungen (Siegerehrung, Clubwertung Gebirgssegler Club, Blaues Band) ein köstliches gemeinsames Spanferkelessen; mit dem abschließenden Feuerwerk und Sekt erreichte dieser Wettbewerb seinen Höhepunkt. Gesamtsieger wurde die Yacht KomproMiss mit Eigner Helmut und Kapitän Marlene.
Am ersten April starteten die Yachten nach einem gemeinsamen Frühstück zum freien Segeln für die letzten zwei Tage. Alle freuen sich schon auf nächste Jahr.
Quelle Claus Gintner
Weitere Informationen
www.gebirgssegler.at
