RPC 2010, Bruch und Ausfälle

LIVE Bericht vom Skipper der Crew OCEAN7 | Regatta | 06.04.2010 - 15:21:31

Die Wetterbedingungen beim Round Palagruža Cannonball 2010 haben sich verschlechtert. Der Wind hat in der Nacht auf sieben Beaufort zugelegt und vielen Crews große Probleme bereitet. Laut Meldungen der Veranstalter sind sechs der teilnehmenden Yachten ausgeschieden und haben schützende Häfen angelaufen.

 
Starker Wind mit bis zu 35 Knoten und hohe Wellen machten den Regattateilnehmern des Round Palagruža Cannonball 2010 schwer zu schaffen. Einige Yachten hatten in der Nacht neben den harten Wetterbedingungen auch mit Materialbruch und Schäden an den Segeln zu kämpfen. Die meisten Besatzungen kamen mit leichten Schrammen davon. Die Veranstalter des Rennens melden, dass die Crews im Wesentlichen wohlauf sind. Bisher haben sechs Boote die Hatz um den Palagruža Felsen beendet und sind aus dem Rennen ausgeschieden.
 
Die MALLORCA bricht das Rennen ab und liegt an der Mole in Komiza, die Crew ist wohlauf.
 
Die ANTIGUA bricht das Rennen ebenfalls ab. Auch hier ist die Crew wohlauf.
 
Auch in Komiza liegt die SOLENT nach einem nächtlichen Spi- und Anlegeproblemen.
 
Mit gebrochenem Großbaum hat sich SAINT MARTIN auf den Rückweg nach Biograd begeben.
 
Nach einem schweren Ruderschaden und einem nächtlichen Mayday ist die NEW YORK mit Notpinne in den Stadthafen von Vis eingelaufen, der Crew geht es gut.
 
Ebenfalls abbrechen musste die SOUTHHAMPTON.
 
Die SANTURINI musste nach dem Verlust einiger Segel auch das Rennen beenden.
 
Ronnie Zeiller auf der LA ROCHELLE kämpft noch mit gerissenem Spinnaker und leichten Verletzungen gegen die schwere See.
 
 
Leider ausgeschieden ist auch die Crew OCEAN7 mit ihrer LES SABLES, die in der Nacht einen gravierenden Ruderschaden erlitten. Die Besatzung geht es bis auf kleine Blessuren gut, sie haben auch den Hafen von Komiza aufgesucht um mit dem beschädigten Schiff vor dem schweren Wetter Schutz zu suchen.
 
Hier der Live Bericht von Christian Pfann, Skipper der LES SABLES
 
Dienstag 0623 MESZ, die Hatz ist für die LES SABLES vorbei. Bei der ersten Wertungslinie noch gut im Feld liegend, rasten wir bei bis zu 40 Knoten Wind (laut Willi Diebl) und hoher Welle mit bis zu 15,5 Knoten Fahrt durchs Wasser durch die Nacht! Das Einbinden des 2.Reffs war unter diesen Bedingungen spektakulär. Bei der ruppigen Fahrt konnte kaum jemand schlafen, und auch an Essen war nicht zu denken. Plötzlich im Morgengrauen die lapidare Bemerkung vom Steuermann Roland Schmerold „ich habe keinen Ruderdruck mehr“. Darauf erfolgten zwei Patenthalsen, wobei wir erst fast Werner und dann fast den Steuerstand verloren hätten. Unsere Bavaria 42 wurde zum Spielball der Wellen! Doch schon vorgewarnt durch den Ruderbruch der Bavaria 42 NEW YORK hatten wir die Notpinne schnell eingesetzt. "All Hands on deck" Unter Einsatz unserer vereinten Kräfte bargen wir Groß  und Genua! Werner hat sich dabei an der Hand verletzt, trotzdem steuerte er unser Boot mit der Pinne nach Komiza auf Vis, wo schon das Safetyteam und die Teilnehmeryachten MALLORCA und SOLENT vor Ort waren. Kurz nach uns lief auch die Yacht ANTIGUA ein. MALLORCA sowie ANTIGUA hatten ebenfalls Probleme mit dem Ruder. Da der Schaden an unserer Ruderanlage vorerst nicht reparabel ist, ist das Rennen hiermit für uns vorbei. Es geht uns aber allen gut und deshalb feiern wir jetzt Martinas Geburtstag bei Gulasch und Nockerl! Morgen werden wir gemütlich, aber doch enttäuscht den Rückweg antreten.
 
 
Leider funktionieren Tracking und Homepage des Round Palagruža Cannonball 2010 nicht kontinuierlich. Die Veranstalter versuchen das Problem zu beheben. Am besten öfters probieren um am Laufenden zu sein.
 
Quelle Christian Pfannwww.roundpalagruza.org

 


 

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Name Text
Kapitän Metaxa

Round Palagruza

Die Ausfälle wundern mich gar nicht, Bavarias halten das nicht aus.
Nehmt das nächste Mal richtige Schiffe!!!

Nur segeln ist schöner!
Capt. Metaxa

Kommentar melden | 06.04.2010 - 18:00:50


 
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