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Warnung für Kroatien

Revier | 19.04.2010 - 08:21:12

Aufgrund der extrem feuchten Witterung der Winter- und Frühlingsmonate in großen Teilen Kroatiens befürchten Experten in den betroffenen Regionen einen starken Anstieg von Stechmücken. Was man machen kann, um sich von den blutgierigen Plagegeistern nicht den Urlaubstörn verderben zu lassen, lesen sie hier.

 

 
Wegen der starken Niederschläge der vergangenen Monate haben sich in vielen Gegenden Kroatiens stehende Tümpel und Wasseransammlungen gebildet, die für Stechmücken eine perfekte Gelegenheit für den Fortpflanzungszyklus bieten. In manchen der besonders stark betroffenen Gebiete wurde beschlossen, der drohenden Plage mit intensiven Maßnahmen zu begegnen und die Insekten mit chemischen Mitteln schon im Larvenstadium stark zu dezimieren.
Die in Österreich als Gelsen bekannten, jedoch wenig beliebten Insekten legen ihre Eier meist in stehenden Gewässern oder Pfützen ab, wo sich die Brut über das Larvenstadium in ausgewachsene Plagegeister entwickelt. Sind die Bedingungen ideal kann es zu wahren Invasionen der lästigen Insekten kommen. Stechmücken ernähren sich hauptsächlich von Blüten Nektar. Für die Produktion von Eiern benötigen die weiblichen Insekten jedoch ein im Blut enthaltenes Protein, das sich die Weibchen auf die bekannte, unangenehme Art besorgen. Der lästige Juckreiz und die charakteristische Schwellung die sich kurz nach dem Einstich bemerkbar machen haben ihre Ursache in einem Sekret, das die Gelsen beim Blutsaugen injizieren um der Gerinnung des Blutes entgegenzuwirken. Ihre Opfer finden Stechmücken hauptsächlich durch das ausgeatmete Kohlendioxid und die natürlichen Ausdünstungen ihrer Wirtstiere. Um einen unbeschwerten Urlaubstörn in von Stechmücken heimgesuchten Regionen verbringen zu können, gibt es einige nützlich Tipps, die es erleichtern einen gemütlichen Abend im Cockpit oder einem einladenden Strandlokal zu verbringen.
 
 
Gelsen vermeiden
 
1. Als erste Verteidigungsmaßnahme haben sich auf Yachten passende Fliegengitter durchgesetzt. Auf vielen Charterbooten sind diese nützlichen Gitter vorhanden, sie werden aber oft erst am Ende des Törns entdeckt, weil die flachen, mit feinem Netz bespannten Plastikrahmen oft in einem der vielen Stauräume gelagert werden und unter anderen Ausrüstungsgegenständen versteckt sind.
 
2. Sogenannte Repellents, die auf die Haut aufgetragen werden haben sich aus praktischen Gründen bei Urlaubern durchgesetzt. Allerdings haben Tests gezeigt, dass die Wirkung mancher dieser Mittel gering bis wirkungslos ist und einige noch dazu giftig sind. Produkte mit dem Wirkstoff Bayrepel sollen gut verträglich sein, Diethyltoluamid (DEET) gilt als umstritten aber wirkungsvoll.
 
3. Die, in den letzten Jahren häufig angebotenen Mittel die auf ätherischen Ölen basieren haben angeblich wenig Wirkung und können zur Austrocknung der Haut und unangenehmen Geruch führen.
 
4. Mit Vorsicht sind Gelsenstecker einzusetzen, da sie oft ein Mittel namens Pyrethroid enthalten, das das menschliche Nervensystem angreifen kann und zudem Beschwerden wie Reizungen der Schleimhäute, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl auslösen können. In den relativ begrenzten Innenräumen von Schiffen wird diese Wirkung noch verstärkt.
 
5. Knoblauch und vor allem Katzenminze gelten auch als natürliches Wundermittel zur Abschreckung der lästigen Quälgeister. Knoblauch gilt allerdings nicht als vorteilhafter Körperduft.
 
6. Akustische Gelsenabwehr in Form von extrem hoch tönenden Signalgebern ist für Menschen unhörbar, soll aber auch auf Stechmücken keine nennenswerte Wirkung haben.
 
 
Nach dem Stich
 
1. Als Hausmittel gegen den Juckreiz gilt seit vielen Jahren die Behandlung der Einstichstelle mit einem heißen Gegenstand wie einer Tasse Kaffee, da angenommen wird, dass das im Stechmückensekret enthaltene Protein bei Temperaturen über 45 Grad Celsius zerstört wird.  
 
2. Haushaltsessig und Zitronensaft werden auch oft empfohlen um damit die juckenden Einstiche einzureiben. Der Juckreiz soll danach bald aufhören. Außerdem sind die Mittel sowohl in der Küche als auch im Falle des Essigs gegen Vernesselungen von Quallen brauchbar.
 

OCEAN7 wünscht seinen Lesern und Leserinnen trotzdem eine entspannte und gelsenfreie Segelsaison und hofft mit den Tipps in Sachen Gelsenabwehr die zukünftigen Törns angenehmer zu machen.

 

 


 

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gelsen

zwiebelsaft soll auch gut sein!

Kommentar melden | 19.04.2010 - 10:01:08

haddok

Stechmücken in Uniform

Die schlimmsten Stechmücken sind die in Uniform, die abkassieren und Schiffe an die Kette legen, die mit Behördenwillkür ständig neue Bestimmungen umsetzen. Geht nach Griechenland, Segelfreunde.

Kommentar melden | 19.04.2010 - 11:17:54


 
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