Hanakamp – die totale Pleite
Regatta | 23.12.2008 - 17:05:43

Seglerisch dauernd nur hinterhergefahren und jetzt auch noch ohne Kohle in Singapur: Das Team Russia des österreichischen Seglers Andreas Hanakamp ist endgültig aus dem Rennen und nimmt nicht mehr am Volvo Ocean Race teil.
Nüchtern wird der Ausstieg des TEAM RUSSIA auf seiner eigenen Homepage so kommentiert: „Das Team ist aktiv auf Sponsoren zugegangen, um genügend finanzielle Unterstützung sicherzustellen, damit das Rennen bis Quingdao (China) und darüber hinaus fortgesetzt werden kann.“ Das sei aber nicht gelungen und das Team habe jetzt keine Alternative, als die Teilnahme am Rennen auszusetzen.

Der Financier im Hintergrund ist der russische Supermarkt-Milliardär und Teamchef Oleg Zherebtsov. Er begründet den Rückzug so: „Es war von Anfang an das erklärte Ziel, weitere kommerzielle Partner in das Projekt zu holen. Bis jetzt habe ich das Team ausschließlich mit meinem eigenen Geld finanziert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir geplant, Sponsoren zu finden, aber dieses Vorhaben ist wohl an der globalen Wirtschaftskrise gescheitert.“

Über die tatsächlichen Gründe für das Aus kann derzeit nur spekuliert werden. An Bord jedenfalls soll es heftige Auseinandersetzung über die mehrfach verfehlte Taktik gegeben haben. Der russische Teamchef hätte Platzierungen im vorderen Feld der Regatta erwartet und diese auch von Hanakamp zugesagt bekommen. Wie sich herausstellte war das Team Russia jedoch immer der Konkurrenz hinter her gesegelt und chancenlos.
Mit dem Ausstieg ist auch die Partnerschaft des Team Russia mit der „Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS)“ gescheitert. Hanakamp hatte in in Pressekonferenzen erklärt, das Team sei „stolz, für die Wale zu segeln“.

www.teamrussia.org
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