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Jessica Watson, Flaute und tierischer Besuch

People | 21.04.2010 - 05:05:08

Das letzte Stück von Jessicas Reise zieht sich wegen Schlechtwetter oder Windmangel in die Länge. Die ruhigen Verhältnisse nutzt die 16 jährige Australierin für die Erledigung der anfallenden Arbeiten. Nach ihrer langen Zeit auf See freut sie sich über tierischen Besuch, auch wenn es sich nur um eine Motte handelt.

 
Jessica Watson von Bord der PINK LADY
 
Manchmal, denke ich darüber nach, was ich in meinen Blog schreiben könnte, und hatte die Idee, dass ich darüber berichten könnte wenn eine Fliege auf der PINK LADY landet. Jetzt war es so weit, eine Motte landete auf meinem Schiff, und ich bin ganz aufgeregt (klingt ein bisschen verrückt). Normalerweise bin ich kein großer Insektenfan, aber diese Motte ist das erste Insekt, das ich seit sechs Monaten gesehen habe und das nächstgelegene Land ist 500 Seemeilen entfernt, also bin ich ziemlich überrascht die winzige graue Motte an Deck zu finden. Ich frage mich, was ein so zartes Geschöpf so weit von der Küste entfernt macht. Der 18. April markiert den Tag, an dem ich und PINK LADY sechs Monate auf See sind. Es ist erstaunlich, sechs Monate her ist, dass ich einen anderen Menschen gesehen habe, aber es fühlt sich an, als ob es erst vor kurzem war, dass wir aus Sydney ausgelaufen sind. Die Zeit ist wirklich wie im Flug vergangen. Der Wind ist im Moment wirklich sehr schwach und die Fortschritte die wir machen sind wirklich unscheinbar. Liegt es nur an mir oder dauert diese letzte Etappe wirklich ewig? Ich liebe es noch immer hier und freue mich aber auch auf die vielen Dinge an Land, aber ich werde sicher vieles von hier auf See vermissen wenn ich angekommen bin. Die meiste Zeit ist jetzt gar kein Wind, um mich nicht selbst zu frustrieren, stelle ich die Instrumente ab um nicht sehen zu müssen wie bedrückend langsam wir voran kommen. Dann habe ich mich entschieden den Windgenerator, der nicht funktioniert auszuwechseln. Ich hatte es bis jetzt nicht gemacht, weil ich genug Diesel habe um die Batterien mit der ausgekuppelten Maschine aufzuladen, aber ich suchte nach einer Beschäftigung und ich war so motiviert. Die Arbeit dauerte den ganzen Nachmittag und alles wieder zu montieren war eine ziemliche Herausforderung, dass ich abgelenkt war und gar nicht bemerkte dass wir uns kaum durch das glatte Wasser bewegten. Sogar die Sonne kam zum Abschluss meiner Arbeit heraus, jetzt muss ich nur noch den alten Windgenerator zerlegen und verstauen. Mein Mittagessen habe ich mit einem Einheimischen geteilt, der die ganze Zeit bei uns in der Nähe blieb, er war eine großartige Gesellschaft.
 
Eure Jesse
 
 
 
 
 
www.jessicawatson.com.au

 

 

 


 

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