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Weltcup Frankreich: Zwischen Himmel und Hölle

Regatta | 27.04.2010 - 04:27:21

Der Frankreich Weltcup verkommt zur Lotterie. Extrem leichte und launische Winde erfordern vor Hyeres gute Nerven und auch das notwendige Glück – Österreichs Segler kommen mit den Bedingungen unterschiedlich zu Recht, verbuchen starke Einzelleistungen, ziehen aber auch einige Nieten.

 
Auch am zweiten Tag der Semaine Olympique Francaise ließ sich der Wind mehrmals bitten, ab 14:00 Uhr herrschte vor Hyeres dafür Hochbetrieb. Auf sämtlichen Bahnen konnten Wettfahrten abgespult werden, aufgrund der sehr schwachen und extrem launischen Windverhältnisse waren allerdings gute Nerven gefragt.
 
 
Laser-Ass Andreas Geritzer segelte nach seinem gestrigen Tagessieg nur eine Wettfahrt, diesmal musste sich der Neusiedler mit Rang 12 begnügen. „Ich habe den Start verhaut und bin auf der ersten Kreuz überhaupt nicht ins Fahren gekommen. Es war eine Lotterie, bei der ich gegen Ende mehr Glück hatte und den Schaden somit in Grenzen halten konnte.“ Ein glückliches Händchen wird man wohl auch in den kommenden Tagen brauchen, die Prognosen versprechen wenig Besserung. Da die Wettfahrtleiter schon jetzt unter Zeitdruck stehen, wird der eine oder andere fragwürdige Durchgang wohl nicht ausbleiben. „Gute Nerven sind mit Sicherheit gefragt, bleibt zu hoffen, dass es faire Entscheidungen gibt.“
 
 
Nico Delle Karth und Niko Resch kamen in ihrer Gruppe einmal zum Zug, segelten eine vorsichtige aber durchwegs erfolgreiche Linie und Platz acht nach Hause. „Wir waren zunächst vorne dabei, haben zwischenzeitlich in einem Windloch geparkt und uns dann noch gut gerettet“, so Delle Karth, der hinzufügt, dass „wir mit der Art und Weise wie wir uns aus der Affäre gezogen haben durchaus zufrieden sind.“ Auch für Thomas Zajac und Thomas Czajka begann der ISAF-Weltcup an der französischen Riviera nach Wunsch. Die beiden 49er Neueinsteiger, die bereits vor Palma mit einem Tagessieg aufhorchen ließen, wurden zweimal um den Kurs geschickt und kamen auf die Ränge vier und acht. „Die Starts haben wir ärgerlicherweise beide in den Sand gesetzt, danach sind wir aber wirklich gut gesegelt“, frohlockt Zajac. „Wir haben uns von den starken Winddrehern nie aus dem Konzept bringen lassen und versucht im Druck zu bleiben, das hat ganz gut funktioniert.“ Da die Gruppen eine unterschiedliche Anzahl an Wettfahrten haben, wurde vorläufig nur ein Durchgang in die Wertung genommen, Zajac/Czajka rangieren auf Platz sieben, Delle Karth/Resch sind an 15. Position.
 
 
Matthais Schmid und Florian Reichstädter kamen zum Auftakt der 470er Konkurrenz auf die Plätze 8 und 42 und sprachen im Anschluss von einer Gratwanderung zwischen Himmel und Hölle. „Im ersten Lauf hatten wir die Möglichkeit zu reagieren, im zweiten sind wir liegen geblieben und gnadenlos durchgereicht worden. Große Vorwürfe können wir uns keine machen, den Schock von der zweiten Wettfahrt müssen wir bis morgen verdaut haben.“
 
 
Florian Raudaschl verbuchte im ersten Finn-Durchgang einen Frühstart, ein vorläufiges Zwischenergebnis ist derzeit noch nicht bekannt.
 
 
Zwischenstand Semaine Olympique Francaise
 
Laser (150 Teilnehmer, 2 Wettfahrten)
1
Evangelos Chimonas
GRE
4
13
Andreas Geritzer
AUT
13 (1,12)
 
49er (58 Mannschaften, 1 Wettfahrt)
1
Axel Silvy/Ulysse Hoffmann
FRA
1
7
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
4
15
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
8
 
470er (2 Wettfahrten)
1
Nicolas Charbonnier/Baptiste Meyer
FRA
3
56
Matthais Schmid/Florian Reichstädter
AUT
56 (8,42)
90
David Bargehr/Lukas Mähr
AUT
89 (OCS,43)
   
                                           
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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