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Frankreich Weltcup: Der zweite Streich

Regatta | 28.04.2010 - 15:23:04

Während Andreas Geritzer den Kontakt zur Spitze hält und im Rennen um einen Top-Platz bleibt, polieren Nico Delle Karth und Niko Resch die Bilanz der OeSV-Flotte mit einem weiteren Tagessieg auf. Rechte Freude kommt bei den 49er-Assen beim Weltcup vor Hyeres aber keine auf.

 
Der Frankreich Weltcup kommt nur langsam in die Gänge, auch am dritten Tag der Semaine Olympique Francaise ließ der Wind über weite Strecken zu wünschen übrig. Zwar wurde auf allen Bahnen gesegelt, im Plansoll sind die Veranstalter aber noch lange nicht. Zudem ist der sportliche Wert einzelner Entscheidungen durchaus zu hinterfragen.
 
 
 
Am konstantesten waren die Winde noch auf der Laserbahn, wo Andreas Geritzer mit den Plätzen drei und acht einmal mehr zu überzeugen wusste. „Die Druckunterschiede waren auch bei uns enorm, wenn ich mir aber anhöre was sich bei den anderen so abgespielt habe, muss ich mit den Verhältnissen auf unserer Seite der Bucht fast glücklich sein. Ich bin auf der Kreuz konservativ geblieben und habe am Vorwindkurs attackiert – das hat gut funktioniert, ich muss mit dem Stand der Dinge zufrieden sein“, so der Neusiedler der nach drei gewerteten Wettfahrten – die anderen Gruppen haben noch je einen Durchgang ausständig, auf Rang zwei liegt.
 
 
 
In der 49er Klasse, die in zwei Gruppen um 25 Finalplätze und in Folge um den Einzug ins Medal Race rauft, ist ein Durchblick nicht wirklich möglich. „Wir halten bei vier Wettfahrten, die andere Gruppe wurde erst zweimal um den Kurs geschickt, das sagt im Prinzip alles aus.“ Nico Delle Karth ist der Unmut über die Verhältnisse, aber auch die schwache Wettfahrtleitung anzumerken, und das trotz eines Tagessiegs, dem insgesamt zweiten aus heimischer Sicht.
 
 
Nach einem elften Rang im ersten Durchgang nützten die EM-Dritten die kurzfristig stabilen Windverhältnisse zu einem Start-Ziel Sieg, anschließend nahm das Chaos wieder seinen Lauf. „Sie haben uns noch einmal auf die Reise geschickt und die Wettfahrt trotz sterbenden Windes durchgezogen. 12 Boote haben es ins Ziel geschafft, der Rest ist in der Flaute gestanden und wurde nach Ablauf des Zeitlimits mit einem DNF (did not finish) gewertet.“ Vorwürfe gibt es für die verpasste Zielankunft keine, der Frust ist dennoch spürbar. „Bei einem Freiluftsport muss man solche Situationen ganz einfach in Kauf nehmen, so etwas passiert alle zehn Jahre und ist, so bitter es für die Aktiven auch sein mag, ganz einfach zu akzeptieren“, sagt Sportdirektor Georg Fundak.
 
 
In der 470er Klasse konnten lediglich drei der vorgesehenen sechs Wettfahrten absolviert werden, die Runde beendeten Matthias Schmid und Florian Reichstädter auf Rang sieben. „Nachdem wir gestern unschuldig zum Handkuss gekommen sind, tut dieses Ergebnis natürlich gut. Ob es uns aber auch für den Rest der Woche weiterhilft, bleibt jedoch abzuwarten.“ 
 
Der Frankreich-Weltcup endet am kommenden Freitag mit den Medal Race Entscheidungen.
 
 
Zwischenstand Semaine Olympique Francaise:
 
Laser (150 Teilnehmer, 3 Wettfahrten) 
1
Paul Brotherton
GBR
15
2
Andreas Geritzer
AUT
16 (1,12,3)
 
49er (58 Mannschaften, 2 Wettfahrt) 
1
Yannick Lefebvre/Matthieu Janssen
BEL
6
7
Thomas Zajac/Thomas Czajka
AUT
12 (4,8)
16
Nico Delle Karth/Niko Resch
AUT
19 (8,11)
 
470er (3 Wettfahrten) 
1
Nicolas Charbonnier/Baptiste Meyer
FRA
9
32
Matthais Schmid/Florian Reichstädter
AUT
57(8,42,7)
90
David Bargehr/Lukas Mähr
AUT
130 (OCS,43,41)
 
 
Quelle und Bilder Dominic Marsano

 


 

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