
Ocean | 29.04.2010 - 04:33:24

Alle bisherigen Versuche die undichte Ölquelle im Golf von Mexiko abzudichten sind fehlgeschlagen. Nun überlegt die Küstenwache der Vereinigten Staaten den gefährlichen Ölteppich, der das empfindliche Ökosystem der Mississippi-Deltas bedroht, zu entzünden und mit einem kontrollierten Feuer zu bekämpfen.
Nachdem die Versuche, mit Hilfe eines Tauchroboters die Lecks an der Bohrstelle der gesunkenen Tiefsee-Ölbohrplattform Deepwater Horizon zu verschließen gescheitert sind, überlegt die US-Küstenwache jetzt, den mittlerweile fast 5000 Quadratkilometer großen Ölteppich in Brand zu setzen. Das Abbrennen des Öls soll verhindern, dass es die Küste Louisianas und das Delta des Mississippi erreicht. Andere Möglichkeiten dem austretenden Öl Herr zu werden könnten mit einer speziellen Absaugglocke unternommen werden, die es ermöglichen würde das Öl in Tanks an der Wasseroberfläche zu sammeln. Experten befürchten, wenn es nicht bald gelingt das lecke Bohrloch zu versiegeln die Küstenregion vor einer der schwersten Ölkatastrophen der Geschichte steht. Im Moment hat sich der 120 Kilometer lange Ölteppich bis auf wenige Kilometer der Küste genähert und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Fauna der Region dar. Die Experten vermuten die undichte Stelle in einer Tiefe von über 400 Metern, können aber auch nicht ausschließen, dass es sich um mehrere Lecks in verschiedenen Tiefen handelt. Es wird geschätzt, dass zurzeit ungefähr 140 Tonnen Erdöl pro Tag in den Golf von Mexiko fließen.
| Empfehlen | 2.481 Klicks | Gernot Weiler |
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