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49er EM: Windopfer

Regatta | 03.07.2013 - 00:13:10

Nico Delle Karth und Niko Resch ziehen in der Windlotterie vor Aarhus gleich mehrfach Nieten und müssen um den Einzug ins Viertelfinale bangen. Benjamin Bildstein und David Hussl finden bessere Verhältnisse vor und wissen diese zu nutzen.

Die offen ausgeschriebene 49er-Europameisterschaft wurde in der Århusbucht mit der Vorrunde gestartet, 31 der insgesamt 91 Teams aus 25 Nationen qualifizieren sich nach sechs Wettfahrten für das Viertelfinale, das am Donnerstag beginnt.

Zum Auftakt gab es zwei statt der drei geplanten Wettfahrten und einen Vorgeschmack auf das, was aufgrund der Erkenntnisse aus dem Training und der instabilen Wettersituation in Nordeuropa zu befürchten war. Der ablandige Wind war zunächst in seiner Stärke und Richtung überaus launisch und extrem schwer bis unmöglich auszurechnen. Ein taktisch gutes Auge und eine fehlerfreie Bootsbeherrschung waren ebenso gefragt, wie starke Nerven und die notwendige Portion Glück.

Nico Delle Karth und Niko Resch starteten mit den Plätzen 18 und 23 in die Titelkämpfe. In beiden Wettfahrten verhungerten die Kieler Woche-Sieger in aussichtsreicher Position in einem Windloch und mussten die Konkurrenz wehrlos an sich vorüberziehen lassen. Damit stehen die Olympia-Vierten als zwischenzeitlich 67. bereits nach zwei Wettfahrten mit dem Rücken zu Wand. An sich eine Formsache bedarf es einer Top-Leistung, um noch den Sprung ins Viertelfinale (Top31) zu schaffen.

Nico Delle Karth: „Bei uns war es ein Segeltag am Rande der Legalität, der Wind hat um 30, 40 Grad gedreht und überhaupt kein System erkennen lassen, zudem waren die Druckverhältnisse alle zwanzig Meter unterschiedlich. Es war sportlich nicht wirklich fair und das würde ich auch behaupten, wenn wir auf die Butterseite gefallen wären. Seglerisch können wir uns nicht viel vorwerfen, wir sind sehr gut von der Linie weggekommen und haben uns in beiden Wettfahrten im Spitzenfeld aufgehalten. Leider sind wir jeweils in aussichtsreicher Position liegen geblieben. Der Unterhaltungsfaktor hat sich in Grenzen gehalten, hoffentlich ändern sich die Verhältnisse, sonst kann es für uns ganz schnell ganz bitter werden.“

Für Benjamin Bildstein und David Hussl verlief der Auftakt wesentlich besser, das Duo absolvierte seine Runden am späten Nachmittag und bei Verhältnissen, die weitaus konstanter waren. Mit einem starken zweiten Rang und Platz zwölf im zweiten Durchgang unterstrichen der Vorarlberger Steuermann und sein Tiroler Partner ihre Möglichkeiten, im Zwischenranking liegen die Youngsters auf Position 12.

Benjamin Bildstein: „Es war ein unglaublich schwieriger Tag, unsere Gruppe hat sehr lange warten müssen bis überhaupt gesegelt werden konnte. Wir haben den ersten Start optimal erwischt, sind vorne weg gesegelt und haben unsere Position behaupten können, die zweite Wettfahrt war nicht perfekt, aber auch in Ordnung. Bei uns ist es wesentlich fairer zugegangen, wir sind mit dem Auftakt absolut zufrieden.“

Die Qualifikation wird jetzt mit drei Wettfahrten fortgesetzt, abermals wird in Gruppen gesegelt, der erste Start erfolgt um 11:00 Uhr. Ab fünf Wertungen wird das schlechteste Ergebnis gestrichen.

Zwischenstand (Qualifikation, 2 Wettfahrten):

1. Diego Botin/Pablo Turrado ESP 5

12. Benjamin Bildstein/David Hussl AUT 14 (2,12)

67. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 41 (18,23)

Zeitplan Europameisterschaft:

2./3. Juli Qualifikation

4./5. Juli Viertelfinale

6. Juli Halbfinale

7. Juli Medal Race

 

Quelle & Bilder Dominic Marsano OeSV

 


 

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