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Vadlau & Ogar auf Medaillenkurs

Regatta | 10.08.2013 - 00:56:41

Bei der 470er-WM vor La Rochelle segeln die Kärntnerin Lara Vadlau und ihre polnische Vorschoterin Jolanta Ogar sensationell auf Medaillenkurs. Das Duo liegt vor dem Medal Race auf Gesamtrang zwei.

Lara Vadlau und Jolanta Ogar rollen bei der 470er-WM vor La Rochelle das Feld von hinten auf. Das Duo geht jetzt von Gesamtrang zwei aus in das Medal Race. Ein Umstand, mit dem nach dem am 22. Juli erlittenen Mensikusriss von Lara Vadlau nicht zu rechnen war. Bei den Herren beenden Bargehr/Mähr die WM auf Rang 14, Schmid/Reichstädter werden 17.

Es liegt nicht im Naturell von Lara Vadlau, konservativ zu segeln. Die 19-jährige Kärntnerin und ihre polnische Vorschoterin Jolanta Ogar sind risikofreudig. Nicht so bei der WM vor La Rochelle. Die Vize-Europameisterinnen hielten sich bisher zwar nicht nobel zurück, riskierten aber auch nicht auf Teufel komm‘ raus. Und wurden für die clevere Strategie belohnt. Jetzt erreichte das Duo zum Abschluss der Finalserie bei stark drehendem Wind von 8 bis 15 Knoten die Ränge fünf und sechs. Das ergibt vor dem Medal Race sensationell Platz zwei in der Gesamtwertung. Das Team kommt mit den schwierigen Strömungs- und den zuletzt kniffligen Windverhältnissen auf dem Atlantik vor La Rochelle ausgezeichnet zurecht. Der 21. Platz am ersten Finaltag war ein Ausrutscher, sonst waren Vadlau und Ogar in den sieben Final-Wettfahrten nie schlechter als Sechste.

Somit gehen die beiden als Goldjägerinnen in das Medal Race, in dem doppelte, nicht streichbare Punkte vergeben werden. Der Rückstand auf die führenden Olympiasiegerinnen Aleh/Powrie (NZL) beträgt elf Punkte, im Idealfall ist sogar der WM-Titel möglich. Allerdings ist der Polster nach hinten sehr dünn: Frankreich liegt drei Punkte zurück, China sechs.

Lara Vadlau: „Wir sind von Tag zu Tag besser in Fahrt gekommen. Das verletzte Knie behindert mich nicht, wir haben Spaß. Die heutige erste Wettfahrt war okay, die zweite sehr schwierig. Eine Front ist durchgezogen, es war eine 50:50-Chance, welche Seite die richtige ist – und wir waren natürlich auf der falschen. Aber ab diesem Moment war jede Entscheidung, die wir getroffen haben, richtig. So sind wir vom 18. Noch auf den sechsten Platz nach vorne gekommen. Das macht Mut für morgen.“

Während Vadlau & Ogar um Edelmetall kämpfen, endete der Medaillentraum von Matthias Schmid und Florian Reichstädter nach der ersten Tageswettfahrt und Platz 28. Nach der zweiten, in der es nur zu Rang 30 reichte, war auch das angepeilte Medal Race außer Reichweite. Die Wiener landeten letztlich auf Platz 17.

Florian Reichstädter: „Wir sind schlicht angefressen, weil wir das Medal Race verpasst haben. Nüchtern betrachtet waren wir zu wenig konstant. Wenn die Bandbreite von einem Tagessieg bis zu Platz 35 reicht, sagt das einiges.“

Damit blieb es David Bargehr und Lukas Mähr vorbehalten, die WM als bestes österreichisches Herren-Team zu beenden. Die jungen Vorarlberger wollten unbedingt noch eine Top-Ten-Platzierung erreichen, was mit Position vier in der zweiten Wettfahrt in beeindruckender Weise gelang. Das hoffnungsvolle Duo erreichte sein Ziel, einen Platz in den Top 20, locker: Am Ende wurden Bargehr & Mähr 14.

Lukas Mähr: „Wir sind superhappy. Das Ziel Top 20 haben wir erreicht, das Ziel Top Ten in einer Wettfahrt der Goldflotte haben wir erreicht – was will man mehr? Nach dem sechsten Rang bei der EM waren wir jetzt auch bei der WM gut dabei, das ist bisher unsere erfolgreichste Saison.“

470er-WM La Rochelle, nach dem 5. Tag (5 Quali-/7 Final-Wettfahrten/2 Streicher):

Damen:

1. Jo Aleh/Polly Powrie NZL 29 (4,5,(18),0,2,2,13,3)

2. Lara Vadlau/Jolanta Ogar AUT 40 (11,4,(21),5,3,6,5,6)

3. Camille Lecointre/Mathilde Geron FRA 43 (0,8,8,14,5,0,8,(20))

4. Xiaoli Wang/Xufeng Huang CHN 46 (8,6,4,6,(15),12,2,8)

5. Sophie Weguelin/Eilidh McIntyre GBR 53 (5,(18),14,16,0,7,4,7)

Herren:

1. Mat Belcher/Will Ryan AUS 32 (0,8,2,10,(22),2,10,0)

2. Panaglotis Mantis/Pavlos Kagialis GRE 39 (8,(28),10,5,6,3,2,5)

3. Lukas Calabrese/Juan de la Fuente ARG 45 (14,7,9,0,4,(11),8,3)

4. Pierre Leboucher/Nicolas Le Berre FRA 49 (2,6,(40),6,2,0,13,20)

14. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 93 (11,11,15,15,21,16,(37),4)

17. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 108 (13,16,(35),2,0,19,28,30)

 

Quelle Manfred Polt

Bilder Dominic Marsano OeSV

 


 

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