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Historisches Gold

Regatta | 21.09.2014 - 08:35:26

Lara Vadlau und Jolanta Ogar gewinnen nach EM-Gold auch den Weltmeistertitel in der 470er-Damen Klasse. 15 Jahre nach Hagara/Steinacher (Tornado) sichert das Duo Österreich die erste Medaille im Damensegelsport.

Mit einem Punkt Vorsprung auf die Olympiasiegerinnen und Titelverteidigerinnen Jo Aleh und Polly Powrie ins Medal Race gestartet, behielt das heimische Duo Nerven und Überblick, entschied sich windtaktisch für die rechte Seite des Kurses und erreichte die Luv-Tonne als erstes Schiff. Die Neuseeländer kamen mit Verspätung an, die Führung des rot-weiß-roten Bootes war nie gefährdet.

Die Kärntnerin setzt damit ihren unglaublichen Erfolgslauf fort. 2010 gewinnt die Feldbacherin Gold bei den Olympischen Jugendspielen, ein Jahr später wird sie mit Tanja Frank Jugend-Weltmeisterin im 420er. Anschließend erfolgt der Umstieg in die 470er-Klasse, Vadlau qualifiziert sich nach lediglich einer Saison für die Olympischen Spiele und startet mit Eva Maria Schimak in London. Das Debüt endete mit Platz 20, Olympiagold ging an Aleh/Powrie, Silber an die Britinnen Mills/Clark. Anschließend wechselt Vadlau die Vorschoterin und begann mit der mittlerweile eingebürgerten Polin Jolanta Ogar (32) die Weltspitze aufzumischen. 2013 gewinnt das Duo Silber bei der Welt- und Europameisterschaft und stürmt an die Spitze der Weltrangliste. Eine Kreuzband-Operation und die anschließende Therapie kann Vadlau nur kurzfristig bremsen, die Athletin vom Kärntner Yachtclub Klagenfurt kehrt nach vier Monaten wieder auf´s Wasser zurück und sichert sich vor Athen den Europameistertitel. Mit WM-Gold folgt nun der größte Erfolg für die OeSV-Damen.

Lara Vadlau: „Von so einem Tag träumt jeder Spitzensportler, am Start war kurz ein kritischer Moment dabei,  aber wir haben unsere Strategie auch heute perfekt umgesetzt und waren praktisch nie gefährdet. Damit haben wir unseren Weg neuerlich bestätigt, jetzt gilt es weiter zu arbeiten, wir haben mit Rio und den Olympischen Spielen 2016 unsere größte Aufgabe noch vor uns. Heute werden wir sicher noch feiern, leider nicht allzu lange, da wir morgen nach Hause fahren und uns somit eine 24stündige Autofahrt bevorsteht.“

Die WM-Bilanz der heimischen Segler fällt extrem erfreulich aus und könnte noch weiter aufpoliert werden. Denn Nico Delle Karth und Niko Resch haben rechnerisch noch Chancen auf Silber und Bronze, Gold ist den Neuseeländern Peter Burling und Blair Tuke nicht mehr zu nehmen. Mit Platz neun im der elften und letzten Wettfahrt des Grunddurchgangs verlieren die Österreicher zwar einen Platz im Zwischenranking, verringern aber den Punkterückstand. 17,3 Punkte fehlen auf Bronze, 15,3 auf Silber.

Thomas Zajac und Tanja Frank, auf Platz 22, beenden die Nacra17 Konkurrenz auf Platz 14 und lösen als neuntbeste Nation ebenfalls das Ticket für Rio, Laura Schöfegger und Elsa Lovrek fügen ihre Serie die Plätze 2 und 14 und 23 hinzu, damit schließen die beiden 19-Jährigen die Weltmeisterschaft auf Rang 22 ab und scheitert um lediglich zwei Plätze an der Nationenquote. Die nächste Chance das Rioticket in der 49erFX-Klasse zu lösen gibt es im Rahmen der Weltmeisterschaft in Buenos Aires 2015.

Niko Resch: „Die Chance ist nicht groß, aber sie lebt, wir werden morgen voll attackieren und auf Sieg segeln, wenn die Konkurrenz mitspielt, kann sich vielleicht noch etwas ausgehen. Wichtig ist, dass wir die Nationequalifikation gepackt haben, alles was jetzt kommt ist eine Draufgabe.“

Thomas Zajac: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass unser wichtigster Job die Nationenqualifikation ist und gewusst, dass das alles andere als einfach wird. Wir sind sehr schlecht in die Serie gestartet und haben uns das Leben nach zum Teil sehr stark gesegelten Wettfahrten wieedr unnötig schwer gemacht. Unterm Strich sind wir erleichtert und zufrieden, jetzt können wir den Focus noch gezielter auf die Riovorbereitung legen.“

Laura Schöfegger: „Es war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass wir beim ersten Anlauf so knapp an der Nationenqualifikation dran sind. Klar sind wir jetzt ein wenig enttäuscht, auf der anderen Seite haben wir gesehen, dass unsere Entwicklung passt und wir das Potential haben, uns für Rio zu qualifizieren.“

ISAF-Worlds/Ergebnisse:

470er-Damen (54 Teams/10Wettfahrten+MR*/1Streicher)

1. Lara Vadlau/Jolanta Ogar AUT 34 (2/(11)/1/5/1/5/1/11/4/2/2*)

2. Jo Aleh/Polly Powrie NZL 45

3. Hannah Mills/Saskia Clark GBR 50

49er (80 Teams/11Wettfahrten/1Streicher):

1. Peter Burling/Blair Tuke NZL 34

2. Jonas Warrer/Anders Thomsen DEN 70

3. Nathan Outerridge/Ian Jensen AUS 72

4. Jorge Lima/Jose Costa POR 81

5. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 87,3,30 (5)/5/1/(26)/9,3/4/2/18/5/9/20/9)

49. Benjamin Bildstein/David Hussl AUT 167 (DSQ/11/12/26/15/UFD/15/21/15/23)

Nacra17 (68 Teams/10Wettfahrten/1Streicher)

1. Billy Besson/Marie Riou FRA 21

14. Thomas Zajac/Tanja Frank AUT 93 (20/1/7/3(26)/8/5/6/21/22)

470er-Herren (74 Teams/11Wettfahrten/1Streicher)

1. Mathew Belcher/William Ryan AUT 23,30

12. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 98 (11/3/22/13/(25)/4/12/9/24)

61. Stefan Scharnagl/Helmut Schulz AUT 181 (33/7/(34)/23/29/8/35/18)

72. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 36 (17/21/19/DNF/(DNF)/DNF/DNF/DNF/DNF)

49erFX (55 Teams/12Wettfahrten/1Streicher)

1. Ida Marie Baad Nielsen/Marie Olsen DEN 33

22. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek AUT 153 (3/8/16/17/(DNF)/11/24/11/24/2/14/23)

 

Quelle: Dominic Marsano

Bilder: © OeSV/Domansi

 


 

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