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Waffen, Geldwäsche! Ex Trans Ocean-Mitarbeiter verurteilt

Vier Jahre Haft in erster Instanz | People | 11.04.2016 - 19:53:01

Er heißt Milan R., ist deutscher Staatsbürger, behauptet Journalist zu sein und lebt auf den kapverdischen Inseln. Dort genießt er einen sehr zweifelhaften Ruf. Jetzt wurde er wegen Waffenschieberei und Geldwäsche in erster Instanz zu vier Jahren Haft verurteilt.

Milan, der Deutsche, landete vor Jahren mit einem kleinen 30-Fuß-Segelboot namens Fleumel auf den Inseln der Kapverden vor der Westküste Afrikas. Er segelte mehrmals in Richtung Südamerika und kam jeweils mit einem immer größeren Schiff wieder zurück. Zuletzt mit der Fleumel III, knapp 17 Meter lang. Mit ihr ging er nach einer letzten Brasilienreise im März 2014 vor Praia vor Anker. Weil es gegen ihn wegen 30 Betrugsdelikten in Deutschland Haftbefehle gegeben haben soll, wurde er von der Polizei an Bord seiner Yacht verhaftet. Es wurden in dem Schiff zahlreiche Waffen, darunter auch automatische Kriegswaffen, Munition verschiedener Kaliber und 80 Millionen Escudos (rund 800.000 Euro) sichergestellt. Die Herkunft des Geldes konnte bisher nicht restlos geklärt werden, die Ankläger vermuten, es handle sich um Einkünfte aus Drogengeschäften. Auch gegen seine Ehefrau wird ermittelt.

Jetzt wurde Milan R. von einem Gericht auf den Kapverden zu vier Jahren Haft auf fünf Jahre Bewährung verurteilt, wegen Besitz von verbotenen Waffen und wegen Geldwäsche. Sein Anwalt wird dagegen berufen. Er bezweifelt das rechtmäßige Zustandekommen des deutschen Haftbefehls, der von der Polizei der Kapverden seiner Ansicht nach nur aus dem Internet heruntergeladen war. Somit wäre sowohl die Verhaftung als auch die anschließende Durchsuchung der Yacht illegal gewesen. Gemeinsam mit Milan R. standen zwei Nigerianer als Komplizen vor Gericht. Deren Urteil lautete auf zwei Jahre und sechs Monate Haft.

Pikant ist die Angelegenheit auch, weil er und anschließend seine Lebensgefährtin längere Zeit als Stützpunktleiter von Trans Ocean e.V. auf den Kapverden fungierten. Auf seiner Internetplattform unter dem Namen „Fleumel“ diffamiert er andere Einrichtungen in Mindelo.

Screenshot der Homepage der "Fleumel". Rechts unten steht das Logo von Trans Ocean e.V.

Hier der Bericht aus einer lokalen Tageszeitung.

 


 

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