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Waffenschmuggler: Trans Ocean reagiert umgehend!

People | 12.04.2016 - 18:17:00

Rasche und saubere Reaktion von Trans Ocean e.V., der international tätigen Hochseeorganisation mit Sitz in Deutschland und weltweiten Stützpunkten, nur einen Tag nach einem Bericht von OCEAN7 online. Trans Ocean betreut und unterstützt Fahrtensegler in allen Revieren der Erde.

So berichtet Trans Ocean e.V. heute, am  12. April 2016, auf seiner immer aktuellen und lesenswerten Homepage.

Milan Rataj ist wegen Waffenschmuggels und Geldwäsche auf den Kap Verden zu vier Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. 

Das alleine wäre für Trans Ocean noch keine Meldung. Doch Milan Rataj ist vielen Seglern, die auf den Insel vor der Küste Westafrikas Station machten, durchaus bekannt. Und das vor allem, weil er in Mindelo auf Sao Vicente immer wieder als Stützpunktleiter des TO auftrat, wozu er jedoch in den letzten Jahren keinerlei Berechtigung mehr hatte. 

2009 führte er für ein knappes Jahr einen Stützpunkt auf der kleinen Ilha do Maio, bis er im November 2009 dem TO mitteilte, dass er seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen könne. In Zukunft wolle er mehr Charteryachten skippern und habe so nicht mehr genügend Zeit, den TO auf der kapverdischen Insel zu vertreten. Seine Mitgliedschaft endete ebenfalls. Als Nachfolgerin schlug er Ilsevania dos Santos Alves vor, von der wiederum nicht bekannt war, dass sie die Ehefrau des ehemaligen Stützpunktleiters ist. 

Nach ihrem Umzug auf die Insel Sao Vicente eröffnete sie Ende 2011 einen neuen Stützpunkt in Mindelo. Rataj trat wieder in den TO ein und beantragte in den folgenden Jahren jeweils einen Standerschein für seine aktuelle Fleumel. Zum Stützpunktleiter wurde er nicht wieder ernannt. 

In dieser Zeit legte Rataj immer wieder in Richtung Südamerika ab und kam, so heißt es auf den Inseln, jedes Mal mit einer größeren Yacht wieder zurück. Die alte, kleine Fleumel, mit der er einst auf den Kapverden gelandet war, wuchs stetig. Gerüchte machten die Runde. Im Sommer 2014 wurde er verhaftet. Ein Haftbefehl aus Deutschland tauchte auf, seine Yacht wurde durchsucht, Waffen, Munition und rund 800 000 Euro gefunden. 

Nun zweifelt sein Anwalt daran, dass der örtlichen Polizei ein Original-Haftbefehl vorlag, der zur Durchsuchung der Fleumel berechtigt hätte, und geht in Berufung gegen das aktuelle Urteil, das schreibt die örtliche Zeitung ASemana. 

Der Stützpunkt des TO auf Sao Vicente wurde bereits Anfang März 2016 vom Vorstand vorrübergehend geschlossen, da Informationen vorlagen, dass im Rahmen des Strafverfahrens auch gegen seine Ehefrau ermittelt wird. 

Es wird geplant, einen neuen Stützpunkt auf Sao Vicente zu eröffnen. Erste Gespräche wurden bereits geführt.


 

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