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Rudolf Bräuer – Herr der Rümpfe

People | 31.05.2017 - 00:12:26

Fotos: Julia Bräuer

Die World Masters Games 2017 sind geschlagen. Österreichs Weta-Meister Rudolf Bräuer war mit einem Weta 4.4 Trimaran mit dabei. Austragungsort des Senior-Multisportevent World Masters Games war diesmal Neuseeland, die Heimat des Weta 4.4-Trimarans. Mit Unterstützung des Österreich-Importeurs Herbert Wied stellte sich Trimaran-Segler Rudolf Bräuer in genau dieser Segeldisziplin der Herausforderung. Der Erste der „Northern Hemisphere“ im Interview:

Wie war die Stimmung vor Ort?
Die Eröffnung des Segelbewerbs im Torbay Sailing Club war ein besonders schönes Ereignis: Es wurden ein Weta, ein Laser und ein Regattabegleitboot am Strand aufgestellt und anschließend in einer feierlichen Zeremonie vom Chief des Local Maori Tribe quasi gesegnet.

Sie haben hier hart trainiert. Welche Bedingungen fanden Sie letztlich am anderen Ende der Welt vor?
Die Bedingungen waren nicht einfach. An drei von fünf Wettfahrttagen blies es mit 20–25 Knoten und die Welle ist dann natürlich deutlich höher als auf unseren Seen.
Die guten Segler hatten dort alle in den letzten drei Monaten intensiv für dieses Ereignis trainiert – unter den Top Ten waren mit Rex Sellers z. B. ein ehemaliger Tornado-Gold- und Silber-Medaillengewinner sowie erfahrene Leute aus der America’s Cup-Szene. Der Gesamtsieger (Jon Bilger) war jahrelang im Alingi-Team und ist Eigentümer von predictwind.com.

Ihr größter Erfolg?
Ich belegte in der „single handed Weta Class” Platz 12 von insgesamt 30 Startern. Im Gesamtergebnis bin ich der erste Nichtneuseeländer und Nichtaustralier – und somit auch der Erste der „Northern Hemisphere“. Darauf bin ich schon stolz.

Der größte Rückschlag?
Am vierten Wettkampftag fand ich nicht ins Rennen; ich fuhr mit einem 18 Platz (Streicher) und einem 17. Platz meine beiden schlechtesten Ergebnisse ein. Der Speed passte nicht.
Durch Ändern der Mastneigung konnte ich den Speed letztlich wieder verbessern, an die Kontinuität der verganenen Tage anschließen und die Angriffe meiner direkten Konkurrenten abwehren.

Ihr Resümée?
Ich habe mir mit Unterstützung meiner Frau Julia, die mich begleitet und mir vor Ort geholfen hat, einen Lebenstraum erfüllt. Neuseeland ist ein tolles Land mit freundlichen Menschen und vor allem mit tollen Seglern. Ich habe viel gesehen und gelernt und wenn ich heute die Augen schließe, sehen ich mich immer noch, wie ich mit dem Weta unter Gennaker bei gut 20 Knoten über die Ziellinie rausche – vor mir majestätisch der Hauraki Golf…
Bedanken möchte ich mich bei Roger Kitchen, dem Konstrukteur des Weta-Trimarans. Er kümmerte sich herzlich um die Weta-Gemeinde. Für mich hat sich eindrucksvoll bestätigt: Egal, ob Regatta-Profi, Hobby- oder Wochen­­endsegler, egal, ob Einhand oder Zweihand – der Weta-Trimaran ist ein tolles Gerät, mit dem jeder – auch junge Segler – sehr große Freude haben können. Selbst für körperlich Eingeschränkte – zwei Herren mit Querschnittlähmung waren am Start und haben eine sensationelle Leistung abliefert – ist der Weta nach kleineren Umbauten bestens geeignet.

www.multihull-sailing.net
www.worldmastersgames2017.co.nz







 


 

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